US-Präsident Barack Obama und François Hollande (Archiv) © Mandel Ngan/AFP/GettyImages

US-Präsident Barack Obama und der französische Präsident François Hollande drohen Russland in der Ukraine-Krise mit weiteren Sanktionen. Falls Russland nicht unverzüglich Schritte unternehme, die Spannungen in der Ost-Ukraine zu verringern, müsse Europa die Kosten für Russland erhöhen, hieß es in einer Presseerklärung der US-Regierung. Obama und Hollande hätten bei einem Telefongespräch darin übereingestimmt, dass Russland seine "destabilisierenden Aktivitäten" beenden müsse. Außerdem müsse Russland seine Militärpräsenz an der Grenze zur Ukraine und seine Unterstützung der pro-russischen Separatisten verringern. Obama hatte bereits vor wenigen Tagen gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel von Russland einen größeren Beitrag zur Deeskalation in der Ostukraine gefordert und andernfalls mit weiteren Sanktionen gedroht.

Auch die EU-Diplomaten hatten sich zuvor im Grundsatz auf eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland verständigt. Bei einem Treffen auf Botschafterebene sei Einigkeit erzielt worden, weitere Personen mit Einreise- und Kontensperrungen zu bestrafen, verlautete aus Diplomatenkreisen. Die Entscheidung darüber, gegen wen die Strafen verhängt werden sollen, werde bei einem weiteren Treffen gefällt.

Russland wird vorgeworfen, die Separatisten im Kampf gegen die Regierung in Kiew zu unterstützen. Russland bestreitet, den Separatisten zu helfen. Bislang hat die EU nur vergleichsweise schwache Sanktionen wie Kontosperren und Reisebeschränkungen gegen insgesamt 61 Personen verhängt. Zudem wurden zwei Energieunternehmen auf der Krim mit Sanktionen belegt.