Fast zwei Drittel der 17.200 Berliner Sozialdemokraten haben über die Kandidatur für die Nachfolge des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit abgestimmt. Es seien etwa 11.000 Stimmen eingegangen, also 63,95 Prozent, sagte SPD-Landessprecherin Josephine Steffen. Jetzt läuft die Auszählung, das Ergebnis will die Partei am frühen Nachmittag bekannt geben.

Seit dem 20. September konnten die Mitglieder darüber abstimmen, wer nächster Regierungschef der Hauptstadt werden soll. Um das Amt des Regierenden Bürgermeisters bewarben sich der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß, Stadtentwicklungssenator Michael Müller und Fraktionschef Raed Saleh

Die Wahl gewonnen hat, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erhält, also mehr als 50 Prozent der Stimmen. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit erhalten, wird es eine Stichwahl geben. Diese würde dann am 6. November ausgezählt werden. Auf einem Landesparteitag am 8. November soll der Bürgermeisterkandidat gekürt und am 11. Dezember im Abgeordnetenhaus gewählt werden.

Der derzeitige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte Ende August angekündigt, zum 11. Dezember zurück zu treten – zwei Jahre, bevor seine Amtszeit abläuft und ein neues Abgeordnetenhaus gewählt wird. Wowereit hat Berlin 13 Jahre lang regiert.