Polizisten stehen vor den Fans von Arminia Bielefeld im Auswärtsspiel gegen Preußen Münster am 19. Oktober. © Thomas Starke/Bongarts/Getty Images

Bremen wird der Deutschen Fußball-Liga (DFL) künftig einen Teil der Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen im Weserstadion in Rechnung stellen. Die Bürgerschaft verabschiedete in zweiter Lesung ein entsprechendes Gebührengesetz. Es könnte bereits am 13. Dezember beim Nordderby Werder Bremen gegen Hannover 96 angewendet werden. Werde die Begegnung als Risikospiel eingestuft, müssten mehr Polizeibeamte für die Sicherheit sorgen als üblich, sagte eine Sprecherin des Innenressorts. Die DFL würde einen Kostenbescheid erhalten, um den erhöhten Aufwand auszugleichen.

Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball kündigte an, derartige Kosten vom SV Werder Bremen einzufordern. In jedem Fall werde die DFL gegen die Regelung klagen, sagte er. Laut Rauball gebe es eine Vereinbarung der Innenministerkonferenz, die eine mögliche Beteiligung der DFL ausschloss. Im Gegenzug verpflichtete sich der Fußball-Bund zu Präventivmaßnahmen, die die Kosten senken sollten.

Bereits unmittelbar nachdem die Bürgerschaft ein entsprechendes Gesetz angekündigt hatte, bestrafte die DFL die Stadt, indem sie ihr das Länderspiel gegen Gibraltar entzog. Dieses wird nun am 14. November in Nürnberg ausgetragen.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte das Bremer Vorhaben als Alleingang kritisiert, der nicht zielführend sei. Ob das Gesetz rechtens ist, wird mit der angekündigten Klage durch die DFL ein Gericht entscheiden. Juristen sind sich diesbezüglich nicht sicher.