Die jüngsten Pilotenstreiks haben bei der Lufthansa Schäden in Millionenhöhe verursacht. "Die drei Streiktage im Frühjahr haben uns 60 Millionen Euro gekostet und die letzten fünf Streiktage haben sicher erneut einen zweistelligen Millionenschaden verursacht", sagte Bettina Volkens, Personalvorstand der Lufthansa laut Mittwochsausgabe der Zeitung Bild

Volkens forderte die Gewerkschaft zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. "Wir wollen zunächst einmal mit der Piloten-Gewerkschaft Cockpit verhandeln. Doch für Gespräche muss auch die Gewerkschaft zu Kompromissen bereit sein. Das ist derzeit überhaupt nicht der Fall. Was Cockpit macht, hat mit fairer Sozialpartnerschaft nichts zu tun", ergänzte sie. "Wir müssen so schnell wie möglich an den Verhandlungstisch zurückkehren, am liebsten sofort. Ich bin für Cockpit rund um die Uhr erreichbar", sagte Volkens.

Die Pilotenvereinigung Cockpit streikte am Dienstag im Kampf für eine bessere Bezahlung und die Beibehaltung der Frührenten-Regelung. Eine Kompromisslösung in dem Tarifkonflikt zeichnet sich nicht ab. 

Volkens forderte angesichts des Pilotenstreiks die Politik zum Handeln auf. "Ein Gesetz zur Tarifeinheit auf den Weg zu bringen, wäre für die deutsche Wirtschaft wichtig", erklärte sie. Zudem sieht sie Notwendigkeit für "verfassungskonforme Spielregeln, mit denen sichergestellt wird, dass ein Unternehmen nicht ständig von verschiedenen Spartengewerkschaften bestreikt werden kann. Die Politik ist gefordert, schnell zu handeln."