Die Renten könnten im kommenden Jahr um ein bis zwei Prozent steigen. Annelie Buntenbach, die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, teilte in Würzburg mit, die gut 20 Millionen Rentner könnten auf eine Erhöhung ihrer Bezüge um ein bis zwei Prozent in West- und Ostdeutschland hoffen. Damit dürfte die Rentenanpassung über der aktuellen Inflationsrate liegen.

Sicherheit über die Erhöhung gebe es aber erst im Frühjahr kommenden Jahres. Dann lägen alle relevanten Daten vor. Zuletzt waren die Renten am 1. Juli ist Ostdeutschland um 2,53 Prozent angehoben worden, in Westdeutschland um 1,67 Prozent.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung dürfte außerdem Anfang 2015 von derzeit 18,9 auf 18,7 Prozent vom Einkommen sinken. Die Bundesregierung hatte eine entsprechende Senkung bereits angekündigt. Die Absenkung um 0,2 Prozentpunkte bringt eine Entlastung um rund zwei Milliarden Euro, die sich gleichermaßen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt. Bezogen auf einen Durchschnittsverdiener sei das eine Entlastung von 35 Euro im Jahr.

Etwa 163.000 Menschen hätten bis Ende Oktober die neue abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren beantragt, sagte Buntenbach. Die Kosten dafür betragen in diesem Jahr voraussichtlich knapp 1,5 Milliarden Euro. Die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährige Beitragszahler war zentraler Bestandteil des schwarz-roten Rentenpakets.