Teilnehmer einer Pegida-Kundgebung im Dezember 2014 © Hannibal Hanschke/Reuters

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Pegida-Bewegung ab. Nur 17 Prozent befürworten die Kundgebungen laut dem ZDF-Politbarometer, 74 Prozent lehnten sie ab. Eine mehrheitliche Ablehnung gibt es demnach unter den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien, nicht aber unter den Anhängern der AfD. Von ihnen äußerten sich 70 Prozent zustimmend zu Pegida.

Geteilte Meinungen gibt es zu dem am Donnerstag im Bundestag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zitierten Satz des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff: "Der Islam gehört zu Deutschland." In der Befragung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen äußerten sich jeweils 48 Prozent dazu zustimmend oder ablehnend. Die übrigen Befragten antworteten mit "weiß nicht".

Besonders groß ist die Zustimmung unter den Anhängern von Grünen (73 Prozent) und SPD (56 Prozent), überwiegend ablehnend äußerten sich die Anhänger von AfD (96 Prozent) und Linkspartei (58 Prozent). Bei der CDU/CSU waren 49 Prozent dagegen und 46 Prozent für die von Wulff geprägte Aussage.

Islam gehört für CDU-Wähler eher zu Deutschland als für Linken-Wähler

70 Prozent der Befragten befürchten, dass Islamisten nach den Anschlägen in Paris auch in Deutschland Attentate verüben werden. Im September 2014 hatten nur 60 Prozent diese Befürchtung geäußert. 58 Prozent der Befragten äußerten sich jedoch überzeugt, dass vom Islam keine Bedrohung für die Demokratie hierzulande ausgeht.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU wie auch im Dezember-Politbarometer auf 42 Prozent, die SPD unverändert auf 25 Prozent. Für die Grünen wurden elf Prozent vorhergesagt (minus eins) und für die Linke unverändert acht Prozent. Die AfD könnte mit sechs Prozent rechnen.

In der Liste der zehn wichtigsten Politiker verschlechterte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) leicht auf 2,4 Punkte (zuvor 2,6), liegt aber weiterhin an der Spitze vor Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 2,1 (unverändert). Es folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 2,0 (zuvor 1,9) vor Innenminister Thomas de Maizière (CDU) mit 1,3 (0,9). Schlusslichter sind Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit 0,2 (0,3) vor Linken-Fraktionschef Gregor Gysi mit 0,0 (unverändert).