Die im Zuge der Bundeswehrreform beschlossene Obergrenze von 225 Leopard-2-Panzern in der Bundeswehr soll auf 328 erhöht werden. Für 22 Millionen Euro sollen gebrauchte Panzer, die bei der Industrie eingelagert sind, zurückgekauft werden. Das gab das Verteidigungsministerium bekannt.

Ab 2017 sollen die Fahrzeuge modernisiert werden, da sie nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprechen. 320 Kampfpanzer sollen dann in Dienst gestellt werden. Acht werden dem Wehrbeschaffungsamt für technische Demonstrationszwecke zur Verfügung gestellt.

Die 100 Panzer stammen ursprünglich aus den Beständen der Bundeswehr und waren ausgemustert worden. Die Kosten für ihre Modernisierung konnte Ministeriumssprecher Jens Flosdorff noch nicht benennen.

Die 2011 beschlossene Reduzierung auf 225 Exemplare war fast abgeschlossen und wird nun als Konsequenz aus dem Ukraine-Konflikt und der erhöhten Alarmbereitschaft durch die Krise zwischen Russland und der Nato rückgängig gemacht.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die Ausmusterung von Kampfpanzern bereits vor einigen Wochen gestoppt und die Reaktivierung eines Panzerbataillons mit bis zu 800 Soldaten und mehr als 40 Panzern angekündigt.