Deutschland soll nach Aussage von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) weitere Flüchtlinge aufnehmen. "In Kurdistan leben fünf Millionen Einwohner mit einer Million Flüchtlingen zusammen. Wir können in Deutschland noch deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen", sagte Kauder der Bild-Zeitung. "Diese Menschlichkeit müssen und können wir uns leisten."

Forderungen der Bundesländer nach mehr Geld vom Bund für die Unterbringung der Flüchtlinge wies Kauder zurück. "Die Kommunen und Länder erhalten jetzt eine Milliarde Euro extra aus Bundesmitteln für die Unterbringung. Das ist viel Geld."

Wenn die Länder weitere Mittel wollten, müssten auch sie ihre Anstrengungen erhöhen und zum Beispiel mehr abgelehnte Asylbewerber abschieben, sagte Kauder. "Erforderlich ist eine Kraftanstrengung aller."

Kauder gegen Einwanderungsgesetz

Der sozialdemokratische Koalitionspartner in der schwarz-roten Regierung plädiert außerdem für die Schaffung eines neuen Einwanderungsgesetzes. Es soll Zuwanderung einfacher und übersichtlicher regeln. Die Union jedoch hält davon bisher wenig.

Auch machte Kauder deutlich, ein Einwanderungsgesetz werde es nicht geben. "Es geht nicht um Begriffe: Wir haben gute Regeln, wenn es da vonseiten der Wirtschaft konkrete Änderungswünsche gibt, können wir darüber reden. Ein völlig neues Gesetz brauchen wir nicht", erklärte Kauder. Qualifizierte Fachkräfte unter den Flüchtlingen könnten auch jetzt schon vielfach bleiben.