Nur etwa ein Fünftel aller Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte wird aufgeklärt. Wie die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf Angaben des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamtes berichtet, gab es im ersten Quartal 2015 insgesamt 71 Delikte, "bei denen die Unterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel war". Davon waren 54 Straftaten dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Zu 16 der 71 Straftaten konnten insgesamt 26 Tatverdächtige ermittelt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 22 Prozent.

22 der 71 Straftaten des ersten Quartals wurden im Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum erörtert. Mit fünf Fällen habe sich bis Anfang Mai der Generalbundesanwalt beschäftigt. 

Das Bundesinnenministerium hatte errechnet, dass es im ersten Halbjahr 2015 schon mehr Angriffe auf Asylbewerberheime gegeben hat als 2014.


Die Gewalt gegen Asylbewerber- und Flüchtlingsheime in Deutschland im Überblick: