FDP-Chef Christian Lindner lehnt die Aufnahme enttäuschter AfD-Mitglieder in seine Partei ab. "Leute, die die AfD als Mitglieder und Mandatsträger bis zuletzt gestützt und die ganzen Ressentiments gegen Minderheiten, 'Altparteien' und 'Lügenpresse' mitgetragen haben, die können nicht am Tag darauf in einer liberalen Traditionspartei willkommen sein", sagte Lindner der Welt.

Kommunalpolitikern der Alternative für Deutschland sage er daher, dass sie keine Zukunft in der FDP hätten. Das gelte auch für den Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel. Weder die AfD noch die Weckruf-Formation von AfD-Gründer Bernd Lucke seien liberal, urteilte Lindner.

Die AfD war zuletzt von heftigen Machtkämpfen erschüttert worden, die der nationalkonservative Flügel um Frauke Petry auf dem Parteitag am 4. Juli für sich entschied.

Die Partei hat seither fast zehn Prozent ihrer 21.000 Mitglieder verloren. Lucke ist inzwischen aus der AfD ausgetreten. Berichten zufolge wollen die ehemaligen AfD-Mitglieder bereits am Wochenende eine neue Partei gründen.