Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) © Fabrizio Bensch/Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen aufgerufen. Bei einem Empfang am Dienstagabend in Berlin bekräftigte sie zudem: "Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört."

Die Kanzlerin verwies vor Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen auf die weltweiten Gewalttaten im Namen einer Religion und auch des Islam. Doch jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, jeder Generalverdacht verbiete sich, sagte Merkel. Die allermeisten Muslime seien rechtschaffene und verfassungstreue Bürgerinnen und Bürger.

Mit ihren Worten zur Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland bekräftigte die Kanzlerin eine entsprechende Aussage vom Januar dieses Jahres. Damals hatte sie der Feststellung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff beigepflichtet, der Islam gehöre zu Deutschland. Sie löste damit auch innerhalb der Union eine Debatte aus, obwohl sie schon zuvor deutlich gemacht hatte, dass sie die Aussage Wulffs aus dem Jahr 2010 stütze.

Bei dem Empfang kritisierte die Kanzlerin Übergriffe auf Gläubige und ihre Gotteshäuser, auf Synagogen, Moscheen und Kirchen. "Solche Taten richten sich gegen uns alle", sagte sie.  

Vielfalt - Für Merkel gehört der Islam zu Deutschland Die Bundeskanzlerin hat anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan für mehr Miteinander in Deutschland geworben.