Die rechtspopulistische Partei AfD legt in Umfragen deutlich zu. Im aktuellen Wahltrend des Magazins Stern und RTL kommt die Partei mit ihrer abwehrenden Haltung gegenüber Flüchtlingen auf sieben Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.

Die Unionsparteien CDU/CSU verlieren einen Punkt auf 39 Prozent. "Mit 39 Prozent liegt die Union 2,5 Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor zwei Jahren", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Aber während die CDU in den alten Bundesländern nur 1,6 Prozentpunkte einbüßt, geht ihr Anteil in Ostdeutschland um mehr als das Doppelte – nämlich 3,5 Punkte – zurück."

Noch höher sei der Verlust der bayerischen CDU-Schwesterpartei CSU, die gleich 5,3 Prozentpunkte verloren habe. "Die Attacken des Ministerpräsidenten Horst Seehofer gegen die Kanzlerin", sagte Güllner, "treiben Wähler am rechten Rand der CSU in hohem Maße der AfD zu." In Ostdeutschland käme die Partei mittlerweile sogar auf zwölf Prozent.

Auch die Grünen und die Linke sacken in der Umfrage um einen Punkt auf jeweils neun Prozent ab. Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu auf jetzt 25 Prozent, während die FDP weiterhin bei 5 Prozent verharrt.

Bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – verliert Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte auf nun 47 Prozent. Ihren schwächsten Wert in diesem Jahr verdankt sie vor allem auch dem fehlenden Rückhalt bei den Anhängern der CSU, von denen sich nur noch 63 Prozent für sie entscheiden würden.