Die Bundesregierung stellt laut einem Bericht Hunderte zusätzliche Geheimdienstmitarbeiter ein. Der Auslandsgeheimdienst BND bekomme 225 Stellen mehr, berichtete die Bild am Sonntag. Dies habe das Vertrauensgremium des Bundestags, das geheim über die Ausgaben der Geheimdienste berät, bereits am Donnerstag beschlossen. 125 der neu geschaffenen Posten seien für die Terrorismusaufklärung vorgesehen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erhält dem Bericht zufolge einen zweiten Vizepräsidenten und 250 zusätzliche Stellen. 150 von ihnen würden für die Bekämpfung des Rechtsextremismus eingestellt. "Es ist absolut notwendig, dass wir angesichts der Terrorgefahr durch Islamisten und Rechtsradikale unsere Geheimdienste personell verstärken", zitierte die Bild am Sonntag ein namentlich nicht genanntes Mitglied der großen Koalition.

Union und SPD hatten sich gerade auf Eckpunkte für eine umfassende Geheimdienstreform geeinigt, die dem BND politische Spionage in EU-Ländern und -Institutionen sowie Wirtschaftsspionage verbietet.