Ein Bundeswehrsoldat verteilt Bananen an Flüchtlinge, die mit einem Zug aus Salzburg nach Berlin gekommen sind. © Reuters/Fabrizio Bensch

Die Soldaten der Bundeswehr sollen einem Medienbericht zufolge auch in Zukunft bei der Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen helfen. "Die Flüchtlingshilfe wird zu einer wichtigen zusätzlichen Aufgabe für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die vielen ehrenamtlichen Helfer bräuchten nun ihrerseits Hilfe, hier könne die Truppe zur Stelle sein. "Diese positive Energie und der feste Wille, den vor Krieg und Terror Geflohenen, aber auch der Welt die menschliche Seite unseres starken Landes zu zeigen, dürfen nicht erlahmen", sagte sie.

Entsprechende Pläne wird die Verteidigungsministerin dem Bericht zufolge im Kabinett vorlegen. Inzwischen seien bundesweit mehr als 6.000 Angehörige der Bundeswehr dauerhaft in der Flüchtlingshilfe eingebunden. In sämtlichen Auslandseinsätzen der Bundeswehr befänden sich aktuell 2.900 Soldaten, hieß es unter Berufung auf Ministeriumsangaben.

Die Soldaten sollen den Staat beim Betrieb von Unterkünften, Wartezentren und Drehkreuzen unterstützen, Flüchtlinge registrieren und versorgen, sowie Güter und Transporte aller Art verteilen.

Ab Mitte November werde das Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz Lehrgänge für Führungspersonal der Streitkräfte anbieten. Der neue Lehrplan reiche von rechtlichen Grundlagen der Flüchtlingshilfe über die Vermittlung interkultureller Kompetenzen bis zur Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen. Parallel dazu arbeite die Bundeswehr mit UN-Experten an besseren Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge.