Ein syrischer Junge in einem Flüchtlingscamp in Jordanien © Muhammad Hamed/Reuters

Die Bundesregierung stellt zusätzlich 140 Millionen Euro für Flüchtlinge aus den Krisenstaaten Syrien und Irak im Nahen Osten zur Verfügung. "Die dramatische Unterfinanzierung von lebenswichtigen Programmen der Vereinten Nationen setzt die Krisengebiete zunehmend unter Druck", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Besonders Kindern und Jugendlichen fehle derzeit eine Grundversorgung. Mit dem "Winterpaket" solle aber "nicht allein das kurzfristige Überleben" gesichert werden, sagte Müller. Die Flüchtlinge sollten vielmehr "eine Perspektive vor Ort" bekommen.

Das Geld soll den Angaben zufolge in den Irak und den Libanon, nach Jordanien und in die Türkei fließen. Finanziert würden humanitäre Hilfe, Bildungsprogramme, aber auch Infrastruktur- und Beschäftigungsprojekte. Überwiegend handle es sich um Projekte der Vereinten Nationen. Laut Müllers Ministerium wird das Geld durch Umschichtungen im Haushalt aufgebracht. Laufende Projekte würden deshalb nicht gekürzt.

Der syrische Bürgerkrieg sowie die Ausbreitung der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak tragen maßgeblich dazu bei, dass die Welt sich derzeit mit der größten Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert sieht. Allein aus Syrien flohen bereits etwa vier Millionen Menschen. Ein Großteil von ihnen kam in den Nachbarländern Türkei, Jordanien und Libanon unter.