Der SWR wird in Rheinland-Pfalz nun doch eine Diskussionsrunde mit der AfD senden: Am 10. März werde es eine TV-Debatte mit "allen wichtigen Parteien geben", twitterte der Sender. Mit am Tisch seien Vertreter der CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke und der Alternative für Deutschland.

Intendant Peter Boudgoust teilte mit: "Zur Demokratie gehört es, sich mit allen relevanten Meinungen auseinanderzusetzen. Deshalb sind wir froh, dass die von Anfang an präferierte 'Elefantenrunde' nach unserem Appell nun doch stattfinden kann."

Ursprünglich hatte der SWR Ministerpräsidentin Malu Dreyer angekündigt. Sie hatte sich aber geweigert, zu kommen, wenn auch Vertreter der AfD mit am Tisch säßen. Die SPD in Rheinland-Pfalz bemühte sich in der Folge um Schadensbegrenzung. Mehrere Medien berichteten, statt Dreyer werde Innenminister und SPD-Landeschef Roger Lewentz in die TV-Kandidatenrunde geschickt.

In Baden-Württemberg hatte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ebenso wie Dreyer positioniert.

Der SWR hatte daraufhin öffentlich gemacht, dass er von den beiden Spitzenkandidaten unter Druck gesetzt worden war, und sich zugleich entschlossen, nur im Landtag bereits vertretene Parteien zu der Diskussionsrunde einzuladen. AfD und FDP blieben somit ausgeschlossen.

Die Entscheidung der SPD, Lewentz zu schicken, deutet darauf hin, dass dieser bereit ist, sich auch mit einem Vertreter der AfD auseinanderzusetzen. Damit geraten auch die baden-württembergischen Grünen unter Druck, die Ablehnung einer Runde mit AfD-Beteiligung durch ihren Ministerpräsidenten Kretschmann zu überdenken.

Dreyer und Kretschmann hatten scharfe öffentliche Kritik auf sich gezogen. Ebenso aber auch der SWR, der angesichts des Drucks nachgegeben hatte.

Der MDR, der auch über die ebenfalls am 13. März stattfindende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt berichtet, hatte sich entschlossen, nur im Landtag vertretene Parteien einzuladen. Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hatte ZEIT ONLINE gesagt, seine Partei verzichte auf eine Klage dagegen.