Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) laut einer Insa-Umfrage unter rund 1.000 Wahlberechtigten erstmals vor der SPD. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die AfD laut der Erhebung für die Bild-Zeitung auf 17 Prozent. Das ist ein Punkt mehr als die SPD erreichen würde. Stärkste Partei bliebe mit 30 Prozent die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff. Auf Platz zwei folgt die Linkspartei mit 21 Prozent. Die Grünen kommen auf fünf, die FDP auf vier Prozent.

In Sachsen-Anhalt wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt, ebenso in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In allen drei Bundesländern – in denen laut Insa jeweils mehr als ein Drittel der Wähler noch unentschlossen ist – rutschen CDU und SPD laut Umfrage in der Wählergunst weiter ab. In Baden-Württemberg liegen die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 30,5 Prozent erstmals knapp vor der CDU, die 30 Prozent erreicht. Die SPD, mit der Kretschmann regiert, erreicht 16 Prozent. Die AfD kommt auf zehn, die FDP auf sieben Prozent. Die Linkspartei hätte mit drei Prozent keine Chance auf einen Einzug in den baden-württembergischen Landtag.

In Rheinland-Pfalz schrumpft der Erhebung zufolge der Vorsprung der CDU auf die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die CDU erreicht mit 35 Prozent zwei Punkte mehr als die SPD. Die Grünen, die derzeit mit der SPD regieren, liegen mit neun Prozent knapp vor der AfD (8,5 Prozent). Die Liberalen hätten mit sieben Prozent gute Chancen auf einen Einzug in den Mainzer Landtag, die Linkspartei mit derzeit vier Prozent nicht.