André Poggenburg, Spitzenkandidat der AfD im Landtagswahlkampf von Sachsen-Anhalt (vorne), kann sich freuen: Seine Partei erhält noch einen Sitz mehr. © Jens Schlueter/Getty Images

Meist stimmt das vorläufige Wahlergebnis einer Landtagswahl ganz genau mit dem amtlichen Endergebnis überein. Doch in Sachsen-Anhalt gibt es nach der Wahl vom 13. März eine Verschiebung und die AfD erhält im Magdeburger Landtag einen Sitz mehr als zunächst berechnet. Dafür bekommt die Linkspartei ein Mandat weniger. Dies teilte der Landeswahlausschuss mit. Zu der Verschiebung kommt es, weil bei der Ermittlung des Endergebnisses Fehler während der Auszählung am Wahlabend behoben wurden.

Der AfD stehen demnach 25 statt 24 Sitze im Landtag zu, der Linkspartei nur noch 16 statt 17 Sitze. In der prozentualen Verteilung kommt die AfD nun auf 24,3 Prozent. Laut vorläufigem Wahlergebnis waren es noch 24,2 Prozent gewesen. Die übrigen Sitze und gerundeten Prozentangaben veränderten sich nicht.

Ursache der Verschiebung sind zahlreiche, meist kleinere Korrekturen der vorläufigen Auszählung. In einigen Wahllokalen waren zudem Stimmen für die AfD fälschlicherweise der neuen Partei Alfa zugeordnet worden. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann sprach von "Übertragungsfehlern". Wenige hundert Stimmen hätten schließlich den Unterschied ausgemacht.

Insgesamt war die CDU bei der Landtagswahl mit 29,8 Prozent und 30 Sitzen die stärkste Kraft im Landtag geworden. Die Linke erzielte 16,3 Prozent. Die SPD kam auf 10,6 Prozent und erhält 11 Sitze. Die Grünen schafften mit 5,2 Prozent (5 Sitze) knapp den Wiedereinzug.