Bundesjustizminister Heiko Maas hat davor gewarnt, einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingskrise und der Terrorbedrohung herzustellen. "Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie sind keine Flüchtlinge."

Um Terrorismus im Keim zu ersticken, müsse das Entstehen von Parallelgesellschaften verhindert werden, forderte der Minister. "Solche Stadtteile wie Molenbeek sollten möglichst erst gar nicht entstehen", sagte Maas über das Brüsseler Viertel, in das die Spuren der Attentäter von Brüssel und Paris führen.

Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Europa-Viertel wurden am Dienstag nach jüngsten Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft 31 Menschen getötet und 300 weitere verletzt. Mindestens einer der Brüsseler Selbstmordattentäter soll auch an den Anschlägen von Paris beteiligt gewesen sein, bei denen im November 130 Menschen starben.

Brüssel - Terror als Waffe gegen die offene Gesellschaft Der Sozialwissenschaftler Gerald Knaus vom Thinktank Europäische Stabilitätsinitiative (ESI) hält die Radikalisierung des Westens für eines der wichtigsten Ziele der IS-Terroristen. Auch mit Blick auf die Flüchtlingskrise.