Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner steht einer von der SPD geführten rot-grün-gelben Koalition mit FDP und Grünen in Rheinland-Pfalz wohlwollend gegenüber. Der Süddeutschen Zeitung sagte er, dass sich "zumindest Gespräche" lohnten, weil in Rheinland-Pfalz die Wahrscheinlichkeit eines Politikwechsels größer sei als in Baden-Württemberg. "Erstens gibt es in diesem Bundesland eine sozialliberale Geschichte. Außerdem ist die FDP in Mainz stärker als die Grünen und somit nicht kleinster Koalitionspartner."

Auch der FDP-Landesvorsitzende Volker Wissing zeigte sich zu Gesprächen über ein solches Bündnis bereit. "Man wird dem Ernst der politischen Situation am besten gerecht, wenn man Gespräche führt und dann entscheidet, ob ein Bündnis möglich ist oder nicht", sagte er dem Blatt. Er wollte sich aber nicht darauf festlegen, dass diese von der Wahlsiegerin SPD angestrebte Zusammenarbeit auch zustandekomme.