Kanzlerin Angela Merkel will keinen Einspruch gegen eine mögliche Juniorpartnerrolle der CDU nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg einlegen. "Da mischen wir uns nicht ein", sagte die Kanzlerin in einem Interview des Radiosenders MDR Info zu Koalitionsoptionen. Merkel wollte auf die Frage nach der Juniorrolle in einer möglichen grün-schwarzen Landesregierung nicht direkt Stellung nehmen. Sie sagte aber, die Bundespartei habe nur die für alle geltende Festlegung getroffen, "dass wir mit der AfD keine Koalition eingehen werden". Alles andere könnten die Landesverbände eigenständig regeln.

Nach den jüngsten Umfragen liegen die Grünen in Baden-Württemberg vor der CDU. In der Union im Südwesten wird deshalb diskutiert, ob die CDU in einer möglichen grün-schwarzen Koalition auch Juniorpartner eines Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) werden könnte. Der CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf sieht dies Parteikreisen zufolge skeptisch, CDU-Landeschef Thomas Strobl ist demnach offener auch für eine solche Option.

Am 13. März werden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt neue Landtage gewählt. Die AfD kann in allen drei Ländern mit einem Einzug in die Parlamente rechnen. Auch die FDP könnte ein Comeback erleben. CDU und SPD drohen dagegen große Verluste.