Zweieinhalb Monate nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht hat die Polizei einem Zeitungsbericht zufolge ihre bisherigen Angaben über die Zahl der eingesetzten Beamten deutlich nach unten korrigiert. Bisher habe die Polizei angegeben, dass im Bereich des Bahnhofs über 140 Landespolizisten im Einsatz gewesen seien, tatsächlich seien es nach heutigem Kenntnisstand aber rund 60 Beamte weniger gewesen, berichtet der Kölner Express.

Als Grund führte dem Blatt zufolge ein Sprecher der Polizei eine behördeninterne "Fehlinformation in der frühen Phase der Berichterstattung" an. Es seien alle Kräfte der Bereitschaftspolizei und nicht alle eingesetzten Kräfte des Gesamteinsatzes am Bahnhof zusammengezogen worden. Statt über 140 seien also nur gut 80 Beamte vor Ort gewesen.  Die Polizei reagierte auf den Bericht des Kölner Express' und teilte mit, es sei zwar korrekt, dass weniger Beamten eingesetzt worden seien als wenige Tage nach den Übergriffen bekannt gegeben worden war. Die geringere Zahl sei aber bereits seit der Sitzung des Innenausschusses vom 11. Januar bekannt.

Nach Informationen des Express ist auch diese Zahl nach Mitternacht wegen anderer Einsatzlagen in der Kölner Innenstadt noch einmal reduziert worden. Zum genauen Umfang wollte sich die Polizei demnach "aufgrund der anhängigen Strafermittlungsverfahren gegen eingesetzte Polizisten und Funktionsträger sowie den ehemaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Albers" nicht äußern.

In der Silvesternacht hatte es am Kölner Hauptbahnhof massenhafte sexuelle Übergriffe und Diebstähle gegeben. Die Polizei hatte die überwiegend nordafrikanischen Tätern zugeschriebenen Delikte nicht verhindern können.

Flüchtlinge - "Wir möchten Deutschland etwas zurückgeben" Der syrische Flüchtling Basel Esa ist immer noch entsetzt über die Ereignisse in der Silvesternacht. Gemeinsam mit anderen Syrern will er deshalb ein Zeichen gegen Sexismus setzen. Kriminellen Asylbewerbern würde er jede Unterstützung entziehen.