Der Abgeordnete Volker Beck (Grüne) verliert seine Immunität. © Maurizio Gambarini/dpa

Die Bundestagsverwaltung hat die Immunität des unter Drogenverdacht stehenden Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Grüne) aufgehoben. Die Berliner Staatsanwaltschaft habe daher die Ermittlungen aufgenommen, sagte der Sprecher der Behörde, Martin Steltner. Der Bundestag antwortete auf Anfrage von ZEIT ONLINE, sich nicht zu Immunitätsverfahren zu äußern.

Zunächst hatte die Bundestagsverwaltung die Aufhebung der Immunität aus formalen Gründen abgelehnt. Nun hat sie dem nachgebesserten Begehren der Staatsanwaltschaft nicht mehr widersprochen. In der Regel kann gegen einen Abgeordneten nach 48 Stunden ermittelt werden, wenn der Bundestag einer entsprechenden Mitteilung über die Ermittlungsabsicht der Staatsanwaltschaft nicht widerspricht.

Die Polizei hatte Anfang März eine kleine Menge Drogen bei Beck gefunden. Beck hatte daraufhin seine Fraktionsämter niedergelegt. Das teilte er in einer persönlichen Erklärung mit. Laut Staatsanwaltschaft handelte es sich um 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz". Beck ist derzeit krankgeschrieben.

Unbestätigten Medienberichten zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei der Substanz, die bei Beck gefunden wurde, um die Droge Crystal Meth handeln könnte. Eine genaue Untersuchung der Substanz ist aber erst erlaubt, wenn die Ermittlungen nach Aufhebung der Immunität laufen.

Volker Beck - Drogenaffäre sorgt bei Grünen für Diskussion Der Grünen-Politiker Volker Beck hat offenbar wegen einer Drogenaffäre alle Ämter niedergelegt. Sollte sich der Verdacht erhärten, es handle sich dabei um Crystal Meth, sei dies eine "schlimme Sache", sagte Parteichef Cem Özdemir.