Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland setzt sich schon seit Längerem für ein besseres Verhältnis zu Russland ein. Jetzt vertieft seine Partei die Verbindungen: Nach Informationen des Spiegels haben Vertreter der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) und die Junge Garde der Putin-Partei Einiges Russland beschlossen, ein Bündnis einzugehen.

"Auf dem ganzen europäischen Kontinent werden eurokritische und souveränistische Bewegungen immer stärker", zitiert das Magazin JA-Chef Markus Frohnmaier. Deshalb sei es für seine Organisation "selbstverständlich, diese Aktivitäten in einem neuen Jugendnetzwerk zu bündeln". Dabei dürfe Russland nicht fehlen. Gauland soll den Schritt begrüßen.

In dem Parteiprogramm, das Ende April beschlossen werden soll, wirbt die AfD unter anderem für einen Austritt Deutschlands aus dem westlichen Militärbündnis Nato und für eine engere Bindung an Russland. Die AfD wäre nicht die erste rechtspopulistische Partei Europas, die sich von Putin unterstützen lässt. So erhält etwa der französische Front National aus Russland Wahlkampfhilfen in zweistelliger Millionenhöhe.