CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer empfiehlt ein deutsches Islam-Gesetz, um die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland zu stoppen. "Wir müssen uns stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinandersetzen, denn er hintertreibt, dass sich Menschen bei uns integrieren", sagte Scheuer der Welt. Zum Umgang mit der Religion brauche es ein spezielles Gesetz. "Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, muss beendet werden", sagte Scheuer weiter.

Vor allem das türkische Religionsamt Diyanet hat über seinen deutschen Ableger Ditib enormen Einfluss auf die deutschen Moscheen. Sie stellen auch viele der hier predigenden Imame.

"Alle Imame müssen in Deutschland ausgebildet sein und unsere Grundwerte teilen", sagte dazu CSU-Politiker Scheuer. "Es kann nicht sein, dass andere zum Teil extreme Wertvorstellungen aus dem Ausland importiert werden. Deutsch muss die Sprache der Moscheen werden. Das aufgeklärte Europa muss seinen eigenen Islam kultivieren."

Scheuer nahm in seinen Äußerungen auch Bezug auf die Pläne von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), "integrationsunwillige" Flüchtlinge mit Sanktionen zu belegen. "Wir können nicht einerseits ein Integrationsgesetz auf den Weg bringen und auf der anderen Seite die Augen verschließen davor, was in den Moscheen gepredigt wird und von wem", sagte er der Zeitung.

Die Pflicht zur Integration solle sich vor allem festmachen an der Teilnahme von Integrations- und Sprachkursen. Außerdem müssten sich alle Menschen mit Bleibeperspektive Arbeit suche. "Wer sich nicht integriert, muss mit Ausreise rechnen", sagte Scheuer. Multikulti sei gescheitert.

Flüchtlinge - "Integration bedeutet für mich berufliche Integration" Fuad Abu Sameer flüchtete vergangenes Jahr von Damaskus nach Deutschland. Inzwischen macht der Informatiker am Forschungszentrum Desy in Zeuthen ein Praktikum. Die Helmholtz-Gemeinschaft macht solche Angebote Geflüchteten.