Bund, Länder und Gemeinden können in den nächsten Jahren mit deutlich mehr Steuereinnahmen rechnen. Nach Abschluss der Mai-Steuerschätzung rechnet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bis 2020 mit einem Plus von 42,4 Milliarden Euro. Der deutsche Staat sei solide finanziert und insgesamt handlungsfähig, sagte Schäuble.

In diesem Jahr könnte das Steueraufkommen des Staates nach der neuen Prognose auf 691,2 Milliarden Euro steigen. Damit würde es um fünf Milliarden Euro höher ausfallen als noch im vergangenen November geschätzt. In den Folgejahren wird sich der Anstieg nach Einschätzung der Experten deutlich beschleunigen. Im Jahr 2020 werden die Einnahmen demnach bei 808,1 Milliarden Euro liegen.

Der Städtetag dringt angesichts der Rekordeinnahmen weiter darauf, die Kommunen bei der Versorgung der Flüchtlinge weiter zu entlasten. "Bund und Länder sollten die voraussichtlichen Steuermehreinnahmen nutzen, um die Kommunen in Milliardenhöhe bei der Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft zu unterstützen", sagte Städtetagspräsidentin Eva Lohse. Der Steuerzahlerbund fordert dagegen eine Entlastung der Steuerzahler.