Die AfD kann sich bei einem Wahlerfolg in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen, die rechtsextreme NPD im Landtag zu unterstützen. "Man muss in einem Parlament in der Sache abstimmen", sagte der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen dem Mannheimer Morgen. "Wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht, würden wir genauso wenig gegen sie stimmen, wie wenn das bei den Linken der Fall wäre." 

Meuthen sagte über sich selbst: "Ich bin sehr wohl ein deutscher Patriot, aber ich bin kein Nationalist." Einen internen Machtkampf mit der Co-Vorsitzenden Frauke Petry gebe es nicht. "Das waren nur Gerüchte."

In Mecklenburg-Vorpommern wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt, in dem derzeit auch die NPD sitzt. Umfragen sehen die AfD bei 19 bis 21 Prozent, die NPD kommt demnach zur Zeit nur auf drei Prozent. Für einen Wiedereinzug in das Landesparlament würde das nicht reichen.

Die AfD tritt mit Spitzenkandidat Leif-Erik Holm an. Der ehemalige Radiomoderator hatte bereits angekündigt, dass sich die Partei im Landtag nicht am sogenannten Schweriner Weg beteiligen werde. Dieser sieht vor, dass alle Fraktionen konsequent gegen Anträge der NPD stimmen, selbst wenn sie diese inhaltlich unterstützen.