Die AfD profitiert in Umfragen von ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Im ZDF-Politbarometer legt die rechtspopulistische Partei um zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent zu. Der Deutschlandtrend der ARD sieht die AfD bei 16 Prozent, was auch in diesem Fall ein Plus von zwei Prozentpunkten und bundesweit das bislang beste Umfrageergebnis für die Partei bedeutet.

Die Union verliert dagegen in beiden Umfragen leicht und würde 33 Prozent (ZDF) beziehungsweise 32 Prozent (ARD) der Stimmen erhalten, wenn am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt werden würde. Die SPD verharrt nahezu unverändert bei 22 Prozent. Auch bei den Grünen (rund 13 Prozent), der Linkspartei (rund 10 Prozent) und der FDP (5-6 Prozent) verändert sich wenig.

Die derzeitige Koalition aus CDU/CSU und SPD hätte damit weiterhin eine Mehrheit. Auch für ein Bündnis von Union, Grünen und FDP würde es reichen. Eine derzeit intensiv diskutierte rot-rot-grüne Koalition bekäme dagegen nicht genug Stimmen.

Hohe Zustimmung für weitere Merkel-Kandidatur

Trotz der Diskussion um die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fände es mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) laut ZDF-Politbarometer gut, wenn sie bei der Wahl im kommenden Jahr wieder antreten würde. Gegen eine Kandidatur wären 42 Prozent.

Eine Kanzlerkandidatur von SPD-Chef Sigmar Gabriel hielten laut Politbarometer 41 Prozent für gut und 49 Prozent für nicht gut. Bei einem Duell zwischen Merkel und Gabriel wäre einer klaren Mehrheit von 56 Prozent die Amtsinhaberin als Kanzlerin lieber. Der SPD-Chef kommt nur auf 30 Prozent.

In der Rangliste der beliebtesten Politiker liegt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Politbarometer vorne. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf kommt er auf einen Durchschnittswert von 2,1. Auf Platz zwei folgt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit 2,0, gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,7 und Kanzlerin Merkel mit 1,1.