Alexander Morlang © Berthold Stadler/Piratenfraktion

Alexander Morlang

41 Jahre, Sprecher für Forschung und Technologie

Was war Ihr größter Erfolg im Abgeordnetenhaus?

1. Abwendung des Schultrojaners

2. Berlins Dächer für Freifunk

3. Spielbare Stadt, Wirtschaftsförderung im Bereich Games-Industrie

Die 2&3 sind angenommene Anträge.

Welche Versprechen konnten Sie nicht halten? Woran lag's?

Ich wollte an Anfang Teile der IT nach Island auslagern, um die Server außerhalb der EU zu haben. Das ist leider versandet.

Was hat Sie am meisten überrascht an der parlamentarischen Arbeit im Abgeordnetenhaus?

Es war überraschend, wie ahnungsfrei ein großer Teil der Kollegen ist und wie wenig Einfluss das Parlament am Ende hat.

Wie hat sich Ihr Bild von Politik verändert?

Aus Ärger wurde Mitleid.

Was werden Sie nach Ende der Legislaturperiode machen?

Ich gehe zurück ins Berufsleben, werde dort bei einem BSI-zertifizierten Berliner Mittelständler als Cloud Operator tätig sein.

Fabio Reinhardt

Der 35-Jährige ist Sprecher für Migration, Integration und Flüchtlingspolitik. Er ist seiner Partei treu geblieben und kandidiert in Berlin-Kreuzberg um den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus.

Was war Ihr größter Erfolg im Abgeordnetenhaus?

Die Einführung von verpflichtenden Mindeststandards beim Betrieb von Flüchtlingsunterkünften und Kontrollen zu deren Einhaltung ab 2013. Außerdem die Einführung der Gesundheitskarte für geflüchtete Menschen Anfang 2016, nachdem ich dies 2015 per Antrag gefordert hatte.

Welche Versprechen konnten Sie nicht halten? Woran lag's?

Das Versprechen der Einbindung und der permanenten Rückkoppelung mit Parteibasis und Bürger. Man könnte sagen, der permanente Diskurs über landespolitische und kommunale Fragen war wohl auch gar nicht gewünscht.

Was hat Sie am meisten überrascht an der parlamentarischen Arbeit im Abgeordnetenhaus?

Überrascht hat mich vor allem das Beharrungsvermögen, mit dem entgegen jeder Vernunft an offensichtlich unsinnigen oder verkrusteten Prozessen festgehalten wurde, besonders wenn deren Änderung gefordert wird. Gleichzeitig habe ich überraschend viele engagierte Abgeordnete in allen Fraktionen gefunden, die im Hintergrund werkeln.

Wie hat sich Ihr Bild von Politik verändert?

Vieles stellt man sich von außen einfacher vor. Ich musste erkennen, dass die Handlungsspielräume in der Politik enger werden und die meisten Politiker zwar gute Absichten haben, aber sich den widersprüchlichen Erwartungen nicht ausreichend gewachsen sehen, um ihre Ziele zu erreichen.

Was werden Sie nach Ende der Legislaturperiode machen?

Falls ich meinen Wahlkreis wider Erwarten nicht gewinne, arbeite ich im Querschnittsbereich Flüchtlingsintegration und Beratung. Dazu gründe ich gerade zusammen mit Christian Stahl und Jürgen Michalski das Unternehmen Vocata zur strategischen Beratung von Unternehmen zur Integration von Geflüchteten.

Philipp Magalski

Sprecher für Kulturelle Angelegenheiten, Stadtentwicklung und Umwelt. Er tritt auch dieses Mal wieder auf der Landesliste der Piraten an.

Philipp Magalski © Berthold Stadler/Piratenfraktion

Was war Ihr größter Erfolg im Abgeordnetenhaus?

  • Verbesserung fraktionsübergreifender Dialogkultur
  • Stärkung politisch vernachlässigter Kultur
  • Pilotprojekt Abwasserspeicheranlage zur Schadstoffentlastung
  • Erhöhung von Transparenz in allen Bereichen

Welche Versprechen konnten Sie nicht halten? Woran lag's?

Die Umsetzung des Wahlprogramms ist in fünf Jahren Opposition unmöglich.                           

Was hat Sie am meisten überrascht an der parlamentarischen Arbeit im Abgeordnetenhaus?
                           
Dass trotz politischer Unterschiede grundsätzlich mit Kollegen aller Fraktionen konstruktive Zusammenarbeit möglich ist, wenn die Regeln demokratischer Politikkultur gewahrt werden.                           

Wie hat sich Ihr Bild von Politik verändert?
                           
Das Abgeordnetenhaus bildet die bürgerliche Gesellschaft mit all ihren intellektuellen und engagierten Persönlichkeiten genauso ab wie mit ihren geistigen Tieffliegern.

Was werden Sie nach Ende der Legislaturperiode machen?

Falls keine Wiederwahl: Familie, Beruf, politisch aktiv bleiben