Die große Koalition will die Not- und Entwicklungshilfe im laufenden Jahr offenbar um 500 Millionen Euro aufstocken. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und verweisen auf mehrere Haushaltspolitiker. Demnach will der Haushaltsausschuss im Bundestag noch in dieser Woche zwei Beschlussvorlagen genehmigen und damit die zusätzlichen Mittel freigeben.

Laut dem Bericht soll das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) 350 Millionen Euro mehr als geplant aus Steuergeldern erhalten. Das Auswärtige Amt bekomme 150 Millionen Euro außerplanmäßig für die humanitäre Hilfe in Krisenstaaten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte jüngst auf ihrer Afrikareise die Notwendigkeit hervorgehoben, mehr für die Entwicklung des Kontinents zu tun, um zu verhindern, dass die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa kommen. Deutschland und die EU sehen sich infolge des Bürgerkriegs in Syrien mit der größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert.