Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden insgesamt 27,7 Milliarden Euro für Sozialhilfe ausgegeben. Davon entfielen 15,6 Milliarden Euro auf Eingliederungshilfe für behinderte Menschen – ein Anstieg um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlungen machten demnach mit 56,3 Prozent den größten Teil der Nettoausgaben für Sozialhilfe aus.

Besonders stark nahm jedoch die Hilfe für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu. Die Ausgaben von 5,9 Milliarden Euro im Jahr 2105 bedeuteten eine Steigerung um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In die Hilfe zum Lebensunterhalt flossen 1,4 Milliarden Euro, das entspricht einer Zunahme um 7,6 Prozent.

Die 3,9 Milliarden Euro Sozialhilfe für die Pflege lagen 1,9 Prozent über den Ausgaben des Vorjahres. Ein Rückgang von 2,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro wurde hingegen bei den sonstigen Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie anderer Lebenslagen registriert.

In den alten Bundesländern wurden knapp 23 Milliarden Euro für die Sozialhilfe ausgegeben, in den neuen Ländern einschließlich Berlin waren es 4,7 Milliarden Euro.