Der Bundesrechnungshof hat die Vermittlungsarbeit in den Jobcentern gerügt und mehr Effizienz gefordert. Die Betreuung von Hartz-IV-Empfängern, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie etwa Ein-Euro-Jobs oder Weiterbildungsprogrammen teilnehmen, sei deutlich verbesserungsbedürftig, heißt es in einem Prüfbericht, aus dem die Süddeutsche Zeitung zitiert

Die mit hohem finanziellen Aufwand der Jobcenter und großem persönlichen Einsatz der Leistungsberechtigten erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten seien oft nutzlos, kritisieren die Prüfer. Das sei ein wesentlicher Grund dafür, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und anschließende Vermittlungsbemühungen wirkungslos blieben. Die Förderprogramme seien zudem oft nur zufällig erfolgreich.

Die amtlichen Kontrolleure hatten Ende 2015 fast 500 Fälle in acht rein kommunal oder von der Bundesagentur für Arbeit und einer Kommune geführten Jobcentern untersucht. Dabei wurde dem Bericht zufolge auch festgestellt, dass in 39 Prozent der Fälle die Ergebnisse der Maßnahme nicht dokumentiert und die Datensätze nicht aktualisiert wurden. Damit hätten die Fachkräfte in den Jobcentern zentrale Vorgaben der Bundesagentur oder kommunalinterne Weisungen missachtet.

In dem Bericht wird außerdem kritisiert, dass bei gut jedem dritten Fall der Abschluss einer Fördermaßnahme nicht zum Anlass genommen wurde, die Strategie für eine Integration in den Arbeitsmarkt anzupassen. So sei in vielen Fällen vor Programmende nicht mit den Teilnehmern darüber gesprochen worden, wie es weitergehen könne. Dies könne sich negativ auf die Motivation der Arbeitssuchenden auswirken, schreiben die Prüfer. Defizite bei diesem "Absolventenmanagement" hatte die Bundesagentur laut SZ bereits 2014 in einer internen Untersuchung festgestellt.