SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und der ehemalige Parteichef Sigmar Gabriel haben sich vor Parteigenossen klar für eine Ampelkoalition im Bund als ihr präferiertes Bündnis ausgesprochen. Das berichtet der Spiegel.

"Die Ampelkoalition passt für uns am besten, weil die Gemeinsamkeiten mit Grünen und FDP am größten sind", zitiert das Magazin SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider.

Eine solche Ampelkoalition regiert bereits seit einem Jahr in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht die Dreierkonstellation naturgemäß positiv: "Die Ampel funktioniert in unserem Land sehr, sehr gut. Wir zeigen, dass gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Positionen eine konstruktive und zukunftsfähige Politik ermöglicht", sagt sie dem Spiegel. Vizeregierungschef Volker Wissing (FDP) sagte dem SWR Anfang August, die Ampel habe "einen Traumstart hingelegt".

Auch führende FDP-Politiker schließen eine Koalition mit Rot und Grün nicht mehr kategorisch aus. "Die Ampelkoalition treibt mir keine Schweißperlen auf die Stirn", sagt Parteivize Wolfgang Kubicki.

Der Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff (FDP) ging im Spiegel noch weiter: "Ich persönlich finde, dass die große Zukunftsfrage am sinnvollsten sozialliberal beantwortet wird: Wie erhalten wir unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und organisieren gleichzeitig die Verteilung der Gewinne aus der Globalisierung so, dass die Gesellschaft zusammenhält?"