Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bundesländer dazu aufgefordert, beim Kampf gegen den Terror das Sicherheitsniveau anzugleichen. Es gebe "leider noch ein sehr unterschiedliches Niveau von Gesetzen in den einzelnen Bundesländern", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So habe etwa Nordrhein-Westfalen keine Schleierfahndung. Auch präventive Überwachungsmaßnahmen der Polizei, die beispielsweise bei der Beobachtung von Gefährdern wichtig seien, seien nicht überall erlaubt.

"Abfinden werden wir uns mit Terror nie", betonte die Kanzlerin. "Wir wissen, dass wir wie viele andere Länder bedroht sind und tun alles in unserer Macht Stehende, um für die Bürger Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten – auch in enger Abstimmung zwischen Bund und Ländern." Den Sicherheitsbehörden seien mehr Personal und weitere Sachmittel gegeben worden, "und wo nötig passen wir auch die Gesetze an".

Beim Umgang mit den außenpolitischen Krisen in Syrien und Nordkorea betonte Merkel die Bedeutung von politischen Lösungen. Im Fall Nordkoreas setze sie "nicht auf militärische Mittel, sondern darauf, dass von verschiedenen Seiten starker politischer Druck auf Nordkorea ausgeübt wird". Sollten China und die USA dies gemeinsam tun, würde das nicht ohne Wirkung bleiben, so Merkel. In Syrien müsse "ein politischer Übergang organisiert werden", an dessen Ende "Assad nicht mehr im Amt sein kann".