In Deutschland haben rund 267.500 syrische Flüchtlinge einen Anspruch auf Familiennachzug. Zu diesem Schluss kommt die Bundesregierung in einem internen Papier, über das die Bild berichtet. Demnach finde die Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre bei dieser Anzahl von Flüchtlingen keine Anwendung. Die Bundesregierung hatte im Zuge des Flüchtlingszuzugs beschlossen, den Familiennachzug temporär auszusetzen.

Laut des Berichts stellen Flüchtlinge aus Syrien "mittlerweile die weltweit größte Flüchtlingsgruppe" dar. 2015 stellten 162.510 Syrer einen Asylantrag in Deutschland, 2016 waren es 268.866 Anträge, schreibt die Bild. Insgesamt hätten Flüchtlinge 2016 745.545 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. Mehr als 695.733 Anträge wurden 2016 durch das Bamf entschieden. 433.920 Anträge wurden positiv gewertet. Von abgelehnten Asylbewerbern wurden 25.375 abgeschoben und 153.047, unter anderem wegen Krankheit, geduldet.

Die Zahl der Asylentscheidungen pro Tag konnte "von 600 Anfang 2015 auf 3.600 im Dezember gesteigert werden", heißt es in dem Bericht. Im Jahr 2016 hat das Bamf durchschnittlich 7,1 Monate gebraucht, um ein Asylverfahren abzuschließen. Die konsolidierte Zahl der Flüchtlinge beträgt für 2015 890.000 Menschen und für 2016 280.000. Aus der konsolidierten Zahl sind Mehrfachanträge bereits herausgerechnet.

Damit hat die Bundesregierung ihre bisherige Prognose fast halbiert. Ende 2015 hatte die Bundesregierung noch geschätzt, dass bis zu 500.000 Syrer ihre Angehörigen nach Deutschland holen dürfen, schreibt Spiegel Online.