Vor der Landtagswahl am Sonntag in Nordrhein-Westfalen sind die Sozialdemokraten bundesweit in der Wählergunst gefallen: Im ARD-Deutschlandtrend kommt die SPD auf nur noch 27 Prozent – ein Minus von vier Prozent gegenüber der Umfrage von Mitte April. Die CDU verbesserte sich um drei Punkte auf 37 Prozent und liegt damit zehn Prozentpunkte vor der SPD.

Die AfD verliert der Umfrage von Infratest dimap zufolge einen Prozentpunkt und kommt auf zehn Prozent. Die Grünen verharren bei acht, die Linken bei sieben Prozent. Die FDP konnte zwei Punkte zulegen und kommt auf acht Prozent der Stimmen.

Wenn die Bürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 49 Prozent für die CDU-Chefin Angela Merkel und 36 Prozent für ihren SPD-Herausforderer Martin Schulz entscheiden. Mitte April hatten sich 46 Prozent für Merkel und 40 Prozent für Schulz ausgesprochen, Ende März waren es noch 45 Prozent für Schulz und 36 Prozent für Merkel gewesen. 

Bei der Frage, welche Partei nach der Bundestagswahl im September die Regierung führen soll, sind 47 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Union der große Koalitionspartner sein sollte. Das sind acht Prozent mehr als Anfang Februar. Nur noch 36 Prozent sind der Auffassung, dass die nächste Bundesregierung von der SPD angeführt werden sollte. Im Februar, als Schulz zum Kanzlerkandidaten nominiert worden war, waren noch 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Sozialdemokraten die Regierung anführen sollten.

Das Vertrauen in Merkel ist laut Deutschlandtrend weiter groß. 72 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Politik dafür gesorgt hat, dass es wirtschaftlich gut läuft. 69 Prozent meinen, dass Merkel dafür sorgt, dass es Deutschland in einer unruhigen Welt gut geht. 57 Prozent der Bürger glauben allerdings auch, dass Merkel ihre besten Zeiten als Kanzlerin hinter sich hat. 

Welche Politik Schulz umsetzen will, ist 66 Prozent der Befragten noch nicht klar. 56 Prozent der Bürger finden aber auch, dass es mit Schulz wieder sichtbare Unterschiede zwischen SPD und CDU gibt. 45 Prozent sagen, dass sie sich von Martin Schulz mehr erwartet haben.

Auf Platz eins der beliebten Politiker liegt aktuell Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 66 Prozent Zustimmung – ein Minus von 2 Punkten im Vergleich zu April. Mit der Arbeit von Außenminister Sigmar Gabriel sind 63 Prozent zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. Damit steigert sich Gabriel um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Merkel legt einen Punkt zu und kommt ebenfalls auf 63 Prozent Zustimmung. Schulz verliert dagegen 6 Prozentpunkte und kommt auf einen Zufriedenheitswert von 42 Prozent.