Wären am Sonntag Bundestagswahlen, hätte eine Jamaikakoalition aus Union, Grünen und FDP auf Bundesebene mit 50 Prozent eine regierungsfähige Mehrheit. Zu diesem Ergebnis kommt der stern-RTL-Wahltrend. Nach der Wahl in Schleswig-Holstein ist ein solches Dreierbündnis bereits in diesem Bundesland im Gespräch.

Die SPD gewann in der Umfrage im Vergleich zur Vorwoche wieder einen Prozentpunkt hinzu. Sie liegt aber mit 29 Prozent immer noch sieben Punkte hinter der CDU/CSU, die unverändert bei 36 Prozent steht. Bei acht Prozent stagniert die Linke. Die Grünen büßen einen Punkt ein auf sieben Prozent, und auch die AfD verliert einen Punkt auf sieben Prozent. Ebenfalls sieben Prozent bekäme die FDP. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 23 Prozent.

Rückhalt für die Kanzlerin nimmt zu

Der Mehrheit der Befragten befürwortet eine weitere Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie konnte ihren Vorsprung auf ihren SPD-Herausforderer Martin Schulz leicht ausbauen. Würde der Kanzler direkt gewählt wie etwa der Präsident in Frankreich, würden sich 48 Prozent aller Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 27 für Schulz.

Der SPD-Vorsitzende verliert auch bei den eigenen Anhängern an Rückhalt. Nur noch 67 Prozent von ihnen würden aktuell für Schulz stimmen, sieben Punkte weniger als in der Vorwoche. CDU-Chefin Merkel kommt bei den eigenen Anhängern auf 90 Prozent.

Die Erhebung wurde bereits vor der schleswig-holsteinischen Landtagswahl abgeschlossen. Das Forsa-Institut befragte vom 2. bis 5. Mai 2004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.