Joachim Herrmann ist mit 98,4 Prozent der Stimmen zum CSU-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl gewählt worden. Herrmann ist Bayerns Innenminister, im Falle eines Wahlsiegs würde er gerne das Bundesinnenministerium übernehmen.

Am Vormittag hatte er seine Partei in Germering schon mal auf einen engagierten Wahlkampf eingeschworen. "Jetzt geht es erst richtig los. 20 Wochen intensiver Wahlkampf liegen vor uns", sagte der bayerische Innenminister in Germering bei München.

Herrmanns Ambitionen richten sich nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer aber nicht gegen den jetzigen Bundesinnenminister Thomas de Maizière von der CDU. "Joachim Herrmann ist ein Angebot für etwas, nicht gegen etwas oder jemanden", sagte Seehofer. Herrmann sei kompetent, verlässlich, menschlich integer und in der Lage, schwierigste Aufgaben zu lösen.

Für mehr innere Sicherheit

Herrmann sagte, er erfahre für den innenpolitischen Kurs der CSU viel Unterstützung. Bayern sei ein Musterbeispiel für die innere Sicherheit in Deutschland. "Ich kenne die Situation in anderen Bundesländern und im Bund und weiß: Es kann mehr Sicherheit geben." Dazu brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Laut Herrmann steht die CSU dafür, dass es in der Flüchtlingspolitik eine Situation wie 2015 nicht noch einmal gebe. Damals kamen Hunderttausende Migranten nach Deutschland, bis wieder Grenzkontrollen eingeführt wurden. "Ich bin das klare personelle Angebot, dass sich auch auf Bundesebene so etwas nicht wiederholt", sagte Herrmann.