Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stellt sich auf neue Verzögerungen bei laufenden Asylverfahren ein, weil nach der Aufdeckung des Falls Franco A. noch einmal 2.000 positive Entscheidungen überprüft werden. "Kapazitätsentzüge, die sich aufgrund der jetzt anberaumten Untersuchungen im Fall Franco A. ergeben", könnten zu einer "Verlangsamung beim Rückstandsabbau" führen, sagte Bamf-Sprecherin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Der seit Ende April inhaftierte Oberleutnant Franco A. hatte sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar ein Attentat geplant. Mit der fiktiven Identität sollte der Verdacht auf Asylbewerber gelenkt werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte deshalb die Überprüfung angeordnet. Laut Bild und B.Z. hat das Amt bisher 1.000 Fälle abermals überprüft.

Dabei seien einige Mängel in abgeschlossenen Verfahren aufgefallen: Bei 10 bis 15 Prozent der noch einmal geprüften Fälle wurden laut den Berichten Fehler entdeckt.

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Zur Aufklärung des Falls Franco A. hat das Bamf eine Untersuchungsgruppe eingerichtet, so die Sprecherin des Bamf. Dafür müssten "erfahrene Entscheiderinnen und Entscheider aus dem laufenden Geschäft abgezogen werden". In welchem Umfang sich dies auf den Abbau der Altverfahren auswirke, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

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