Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt worden. Im Saarbrücker Landtag stimmten 41 von insgesamt 51 Abgeordneten für die CDU-Landesvorsitzende. Das entspricht der Zahl der Sitze, über die die schwarz-rote Koalition verfügt, die Kramp-Karrenbauer gebildet hat. In der geheimen Wahl stimmten 10 Abgeordnete mit Nein. 

CDU und SPD hatten sich auf eine Fortsetzung der großen Koalition geeinigt: Am Dienstag unterzeichneten Kramp-Karrenbauer und die SPD-Spitzenkandidatin, Anke Rehlinger, den Koalitionsvertrag. Dieser steht unter dem Motto "Solide wirtschaften – mutig gestalten – mehr investieren". 

CDU und SPD planen unter anderem ab dem Jahr 2020 eine "Investitionsoffensive Saar". Zudem sollen die Kinderbetreuungskosten in dieser Legislaturperiode sinken. Von den insgesamt sieben Ministerien der neuen Landesregierung soll die CDU vier und die SPD drei übernehmen.

Die CDU war bei der Landtagswahl Ende März mit 40,7 Prozent (24 Sitze) stärkste Partei geworden. Die SPD kam auf 29,6 Prozent und 17 Sitze. Zudem sind die Linkspartei (7 Sitze) und die AfD (3 Sitze) im Landesparlament vertreten.

Seit 2012 regieren CDU und SPD im Saarland zusammen. Kramp-Karrenbauer  ist seit 2011 Ministerpräsidentin.

Deutschland - Deutschlands Ministerinnen Annegret Kramp-Karrenbauer ist alte und neue Ministerpräsidentin im Saarland. Bundesweit ist sie eine von drei Landesregierungschefinnen. Wie steht es um die Gleichstellung im Bundestag? © Foto: Matthias Angst / Getty Images