Im aktuellen Politiker-Ranking des forsa-Instituts steht Kanzlerin Angela Merkel weiterhin an erster Stelle. Die CDU-Chefin führt die Liste mit 67 Punkten an. Platz zwei belegt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Dahinter folgt Außenminister Sigmar Gabriel, der mit 52 Punkten populärer ist als sein Parteikollege Martin Schulz. Der SPD-Chef erreicht nur 50 Punkte und steht damit auf demselben Platz wie Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

Für das Ranking hat forsa im Auftrag des Magazins Stern 1.001 Wähler befragt, die zwischen 0 (kein Vertrauen) und 100 (sehr großes Vertrauen) Punkte an die Politiker vergeben konnten. 

Auf den Plätzen fünf und sechs folgen FDP-Chef Christian Lindner und CSU-Chef Horst Seehofer. Den siebten Rang teilen sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Die hinteren Ränge belegen Özdemirs Kollegin Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, und Frauke Petry. Die AfD-Chefin konnte bei den eigenen Anhängern zwar drei Vertrauenspunkte hinzugewinnen, ist dort aber mit 54 Punkten unbeliebter als CSU-Chef Horst Seehofer, der 57 Punkte erreicht.

Schwarz-Gelb bei 47 Prozent

In der Wählergunst legte die SPD forsa zufolge wieder leicht zu: Nach vier Wochen der Stagnation verbesserten sich die Sozialdemokraten laut dem aktuellen Stern-RTL-Wahltrend um einen Prozentpunkt auf 23 Prozent. Die Union kommt unverändert auf 40 Prozent, während die FDP sieben Prozent erreicht. Schwarz-Gelb erhielte damit momentan 47 Prozent. Grüne, Linke und AfD verharren bei jeweils acht Prozent. FDP und Union haben der Umfrage zufolge keine Mehrheit.

Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 24 Prozent, ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

Würde der Regierungschef direkt gewählt, würden sich 50 Prozent der befragten Wähler für Amtsinhaberin Angela Merkel aussprechen. SPD-Kanzlerkandidat Schulz verharrt weiterhin auf dem niedrigsten Wert seit seiner Nominierung – für ihn würden sich 21 Prozent der Wahlberechtigten entscheiden und 50 Prozent für Merkel.