Die AfD und ihre Abgeordneten werden in den kommenden vier Jahren entsprechend der Finanzierung von Parteien für die politische und parlamentarische Arbeit bis zu 400 Millionen Euro vom Staat erhalten. Das hat die Rheinische Post auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen Daten des Bundestages und der Landtage errechnet.

Allein die 92 AfD-Parlamentarier des Bundestags erhalten demnach jährlich mehr als 38 Millionen Euro, um ihre Mitarbeiter, Diäten und Kostenpauschalen zu finanzieren. Hinzu kommen mehr als 18 Millionen Euro für die Arbeit der Fraktion und deren Beschäftigte. Alle AfD-Abgeordneten und -Fraktionen in den Landtagen kommen derzeit auf gut 36 Millionen Euro jährlich. Zieht die AfD den aktuellen Umfragen entsprechend auch in Niedersachsen, Bayern und Hessen in die Landtage ein, ergibt sich laut dem Bericht eine Gesamtsumme von etwa 400 Millionen Euro bis 2021.

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Im Vergleich dazu fällt die staatliche Parteienfinanzierung, die die AfD abschaffen will, eher bescheiden aus: Theoretisch stehen der AfD nach ihren Wahlsiegen künftig zwölf Millionen Euro jährlich zu. Doch dieser Betrag darf nicht höher sein als die Mittel, die die Partei selbst durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufbringen kann. Daher richtet sich die AfD auf zusätzliche sechs Millionen Euro vom Staat ein. Hinzu kommen noch Funktionszuschüsse und geldwerte Vorteile – so kann die AfD etwa Hunderte Büroräume und die Infrastruktur der Parlamente für sich und ihre Mitarbeiter in den Hauptstädten nutzen.