Deutscher Bundestag - FDP sitzt künftig neben der AfD Über die Frage, welche Fraktion neben den Abgeordneten der AfD Platz nehmen soll, wurde seit Wochen gestritten. Die Bundestagsverwaltung hat nun einen Vorschlag vorgelegt. © Foto: Michael Kappeler/dpa

Die FDP muss im Bundestag nun doch neben der rechtspopulistischen AfD sitzen. Nach einem Treffen des sogenannten Vor-Ältestenrates hieß es aus Teilnehmerkreisen in Berlin, Vertreter der sechs Fraktionen hätten für die konstituierende Sitzung am 24. Oktober den Vorschlag der Bundestagsverwaltung akzeptiert. 

Demnach sitzt die AfD vom Rednerpult aus betrachtet rechts außen, dann kommen FDP, CDU/CSU, SPD, Grüne und ganz links Die Linke. Die Sitzordnung solle auch über die konstituierende Sitzung hinaus beibehalten werden, bis vom Bundestag etwas anderes beschlossen werden sollte.

FDP-Parteisprecher Nils Droste bestätigte, die Partei habe die Sitzordnung zumindest für die konstituierende Sitzung akzeptiert. Er hatte allerdings zuvor nicht ausgeschlossen, dass die Partei nach der konstituierenden Sitzung erneut eine Debatte über die Sitzordnung beantragen wird. Sollte sich dann eine Mehrheit für eine Änderung aussprechen, könnten die Sitze noch einmal neu gruppiert werden, sagte er.

Der Vorschlag des scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert orientiert sich an der Sitzordnung bei der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im Februar.

Die FDP hatte für einen Platz in der Mitte des Parlaments plädiert, weil dies ihre politischen Positionierung widerspiegele. Auch sei dies in den meisten Landesparlamenten, in denen die FDP vertreten sei, der Fall. 

Weiter hieß es aus den Kreisen, Linke und Grüne hätten entgegen ihres ursprünglichen Willens nur jeweils einen Platz in der ersten Reihe erhalten. Alle Parteien hätten dem Plan letztlich zugestimmt, damit die konstituierende Sitzung nach Plan abgehalten werden kann.