Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD haben sich in Berlin zum dritten Mal getroffen, um den Beginn der Sondierungsgespräche vorzubereiten. Nach dem Treffen teilten die Parteispitzen mit, dass man "optimistisch in die Verhandlungen" starte. Das Vertrauen zwischen den potenziellen Koalitionspartnern sei gewachsen.

In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: "Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD haben heute die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür festgelegt, dass ab dem 7. Januar 2018 straffe und zielführende Sondierungsgespräche geführt werden können."

SPD-Chef Martin Schulz sagte nach Ende des dreistündigen Treffens in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin, die Parteien hätten eine "gute Arbeitsgrundlage erarbeitet". Auf dieser könnten die Sondierungen über Koalitionsgespräche für eine große Koalition am Sonntag begonnen werden, bestätigte Schulz. Die Beratungen seien "sehr konzentriert und zielgerichtet" gehalten worden.

Erklärtes Ziel der Unionsparteien ist es, zusammen mit der SPD eine stabile Regierungskoalition zu bilden. Die SPD betonte wiederholt, dass die Gespräche ergebnisoffen geführt würden. Die Parteien wollen vom 7. bis zum 12. Januar in offiziellen Sondierungsgesprächen eine mögliche Regierungsbildung diskutieren.

Am 21. Januar will die SPD auf einem Sonderparteitag in Bonn die Ergebnisse bewerten und über den Einstieg in Koalitionsgespräche entscheiden. Die SPD-Basis muss dem Verhandlungsergebnis in einem Mitgliederentscheid zustimmen.