Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat in der jordanischen Hauptstadt Amman eine Militärausrüstung im Wert von etwa 18 Millionen Euro übergeben. Von der Leyen möchte Jordanien als Stabilitätsanker im Nahen Osten stärken. "Deutschland und Europa (…) haben ein hohes Interesse an der Stabilität Jordaniens", sagte sie.

Die Bundesregierung will die Beziehungen zu Jordanien ausbauen und dem Land dauerhaft im Kampf gegen islamistischen Terrorismus helfen. "Jordanien ist in einer von Terror und Konflikten gebeutelten Region eine Stimme des Ausgleichs und eine Stimme der Vernunft", sagte die Ministerin. Zugleich nannte sie die Unterstützung des Landes für Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien vorbildlich. "Wir wissen, dass diese Region über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen wird. Umso wichtiger ist, dass man verlässliche Beziehungen zueinander auch aufbaut."

Deutschland ist Jordaniens zweitgrößter Geldgeber. Im Zuge von Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe erhielt Jordanien in den vergangenen zwei Jahren insgesamt mehr als eine Milliarde Euro (2016: 470 Millionen, 2017: 578 Millionen).

Hinzu kommt Unterstützung aus der sogenannten Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung, bei der Bundesverteidigungsministerium und Auswärtiges Amt kooperieren. Sie ist ein Beitrag Deutschlands zum Kampf gegen den islamistischen Terror. Damit sollen vertrauenswürdige Staaten in Krisenregionen in die Lage versetzt werden, selbst für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Für Waffen, Ausrüstung und Infrastruktur stellte die Bundesregierung im vergangenen Jahr 130 Millionen Euro bereit (2016: 100 Millionen Euro).

Von der Leyen übergab aus diesem Projekt außerdem noch 70 Lastwagen und 56 Kleinbusse im Wert von rund 13 Millionen Euro sowie zwei Trainingsflugzeuge im Wert von rund fünf Millionen Euro.