Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, herzlich grüße ich sie alle, die Sie hier in Deutschland leben. Meine Frau und ich wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Wenn uns in diesen Tagen einige Augenblicke der Besinnung geschenkt werden, dann schauen wir zurück auf Vergangenes und blicken auf das, was wohl kommen mag.

Zuerst denkt wohl jeder an das, was in seinem privaten Leben geschehen ist. Mancher durfte das Glück erleben, einen Partner zu finden, Eltern durften sich freuen über die Geburt eines Kindes. Andere wiederum haben einen nahen Menschen verloren durch Trennung oder Tod. Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder, manche bangen um ihren Arbeitsplatz oder haben ihn verloren. Wieder anderen ist ein neuer Anfang geglückt.

Wir schauen aber auch über unser privates Leben hinaus - auf das öffentliche und politische Geschehen. Als im März der Irakkrieg begann, waren die meisten von uns erschüttert und entsetzt. Wir freuen uns über das Ende einer schrecklichen Diktatur - aber wir erkennen wieder einmal, dass mit Waffen und militärischer Überlegenheit allein die Probleme der Welt nicht zu lösen sind. Friede kommt nicht mit Gewalt.

Gewiss gibt es Situationen in denen wir Freiheit und Recht auch mit Waffen schützen müssen.

Deswegen danke ich allen Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten, auch den vielen zivilen Helferinnen und Helfern, die, oft weit weg von zu Hause, ihren Dienst leisten für Frieden, für Menschenrechte und für den Schutz vor Terror und Gewalt.

Wir denken an sie und an ihre Familien und Freunde.