Skifahren in Utah Caipirinha statt Champagner

Den "besten Schnee der Welt" soll es angeblich in Utah geben. Bernd Loppow und Uwe Jean Heuser haben sich auf einer ZEIT-Reise auf die Suche gemacht. Tag 6: The Canyons.

The Canyons möchte zum nächsten Deer Valley werden

The Canyons möchte zum nächsten Deer Valley werden

"Das hier ist kein Champagner Powder, es ist Caipirinha-Schnee!" Alle sprechen vom Pulverschnee in Utah, doch wir erleben derzeit nur einen zu Kügelchen gefrorenen Schnee, der am Morgen hart ist und später in der Sonne weich wird. Gemessen an den viel zu hohen Temperaturen ist er immer noch besser als in den Alpen, aber perlig ist der Untergrund derzeit nicht.

Wir entdecken heute ein weiteres Skigebiet bei Park City, genannt The Canyons. Vom Parkplatz aus nehmen wir eine offene Gondel – die eher aussieht wie ein römischer Kampfwagen – bis zum Fuß des Skigebiets. Heidi Henrickson, die für die internationale Vermarktung der jungen Skistation zuständig ist, zeigt uns das Gebiet. Die junge Frau aus Oregon hat als Studentin viele Skirennen bestritten, entsprechend zügig geht es zur Sache. Zwei leichte Abfahrten zum Einfahren, dann fragt sie, ob wir für die "9993" bereit seien.

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Jedes Skigebiet bietet sein spezielles Bergabenteuer, Pisten, die legendär sind, steil und ein wenig gefährlich zu fahren. Die Variante von The Canyons hat ihren Namen von ihrer Höhe: 9993 Fuß. Es ist eisig dort oben, und so wird auch die Abfahrt. Wir entscheiden uns für eine von mehreren engen Abfahrten zwischen den Bäumen. Die Hügel sind hoch und steif gefroren, nach einigen Bögen gewöhnt man sich daran, echter Spaß will jedoch nicht aufkommen, insbesondere, weil es äußerst schwer fällt, der blonden Mähne von Heidi zu folgen.

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