Bildband

Gefährdete Schönheit Afrikas

Sie leben unter gleißender Sonne in der Weite der Steppe: In 58 Panoramabildern und Porträts zeigt der Brite Nick Brandt die Schönheit afrikanischer Großtiere. Anders als viele Naturfotografen zoomte Brandt seine Motive nicht heran. Er harrte bei den Herden aus, Tage, Wochen, er wartete, bis die Tiere ihn von sich aus nahe kommen ließen. Die Bilder, die so entstanden, lassen einen teilhaben an intimen Momenten, etwa wenn eine Löwin und ihr Löwe die Stirnen aneinanderschmiegen, sie zeigen Individuen mit Schrullen und Kanten. Oft wirken die Tiere wie choreografisch angeordnet in einer leeren Landschaft, über die sich düstre Wolken senken. Dabei scheinen die Fotos in sanfter Sepiatönung eher eine nostalgische Rückschau zu sein als ein Abbild des Gegenwärtigen. Sie zeigen eine Welt, die noch lebendig, aber längst gefährdet ist. Nur auf den ersten Bildern streifen kraftstrotzende Tiere durch eine üppige Wildnis. Ein paar Seiten weiter schon wirkt es, als ahnten sie, wie sehr ihre Heimat bedroht ist – durch den Klimawandel, der Wiesen und Sträucher verdorren lässt, und durch den Menschen, der ihnen den Lebensraum streitig macht. Ein Löwe blickt einem Sturm entgegen, die Mähne vom Wind gepeitscht, die Stirn von Falten zerfurcht. Mühsam schleppen sich Elefanten über eine staubige Steppe; mehr Fata Morgana als lebendiges Tier. Ein Büffel bietet mit gesenktem Kopf dem Betrachter die Stirn. Als sähe er den Menschen als Gegner im Zweikampf an. Oder als hätte er begriffen, wer sein wahrer Feind ist.  |  © Nick Brandt/Knesebeck Verlag

Leser-Kommentare
  1. Die Geduld bei den Schnappschüssen ist sicher ebenbürtig mit der geduld beim Photoshoppen der Bilder. Das meiste ist doch montiert, das sieht ein Blinder…

  2. mein Bedarf an tollen Bilder, monströsen Bildern etc. pp ist zur Zeit mehr als gedeckt. Vor allem wenn immer wieder dieser moralische Zeigefinger transportiert wird.

    Ich kann dieses was wäre wenn Du sollst aber Gedöns nicht mehr hören. Ich will es auch nicht mehr sehen.

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    Stimmt, am besten lebt es sich ja immernoch egoistisch, nicht war? Scheißen wir doch auf die vom aussterben bedrohten Tiere, auf hungernde menschen und sterbende Regenwälder! Hauptsache ich hab hier nen Supermarkt und n Computer. Was scheren mich schon die anderen?

    Wie kann man nur so ignorant über moral sprechen? Moral ist das was uns alle zusammenhällt, und manche hier hätten den entsprechenden Zeigefinger mehr als verdient!

    Stimmt, am besten lebt es sich ja immernoch egoistisch, nicht war? Scheißen wir doch auf die vom aussterben bedrohten Tiere, auf hungernde menschen und sterbende Regenwälder! Hauptsache ich hab hier nen Supermarkt und n Computer. Was scheren mich schon die anderen?

    Wie kann man nur so ignorant über moral sprechen? Moral ist das was uns alle zusammenhällt, und manche hier hätten den entsprechenden Zeigefinger mehr als verdient!

  3. wunderschöne Bilder.
    Ich war selbst im Sommer im Masai Mara Park. Der Fluss der hier auf einem der Bilder zu sehen ist war zum erstenmal in der Geschichte des Parks vollkommen ausgetrocknet.
    Ich kann nicht verstehen, wie man sich über das Unterfangen, die schönheit der Natur einzufangen und zu konservieren, so aufregen kann.

  4. genau ... weil der Fluss seit bestehen der Erde zum ersten mal ausgetrocknet ist, heul!
    weil es auf der Erde immer Dürrezeiten gibt, nicht zu vergessen auch immer Wirbelstürme und Hurrikans etc pp ... eigentlich saufen wir gerade am und am Ende eiert die Erde in die Sonne und macht pfffft ... Ende

    in diesem Sinne, ist Ihr Kommentar die Bestätigung auf den Fusse, eine Aneinanderreihung sich selbst verstärkender Argumentationsketten ...
    einer behauptet etwas, der nächste bestätigt, der dritte kann es nachvollziehen, der vierte glaubt so etwas schon ein mal gesehen zu haben und der 825te weiß es ganz genau ...

    allerorten die immer gleiche Sicht auf die immer gleiche Art und Weise ...

  5. Bild Nr. 6 (das mit dem Loewen) ist ein wahres Meisterwerk.

  6. 6.

    Stimmt, am besten lebt es sich ja immernoch egoistisch, nicht war? Scheißen wir doch auf die vom aussterben bedrohten Tiere, auf hungernde menschen und sterbende Regenwälder! Hauptsache ich hab hier nen Supermarkt und n Computer. Was scheren mich schon die anderen?

    Wie kann man nur so ignorant über moral sprechen? Moral ist das was uns alle zusammenhällt, und manche hier hätten den entsprechenden Zeigefinger mehr als verdient!

    Antwort auf "Danke, aber"

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