Aschewolke aus Island Deutschlands Luftraum ist wieder frei
Die befürchtete Verlängerung der allgemeinen Luftraum-Sperrung ist ausgeblieben. Die Flugsicherung gab ganz Deutschland wieder für Instrumentenflüge frei.
Großflugzeuge können in Deutschland wieder wie üblich starten und landen. Als letzte gab die Deutsche Flugsicherung die Luft über den Airports Dresden, Leipzig, Erfurt und Münster frei. Der wichtige Flughafen in Frankfurt wurde schon am Vormittag wieder geöffnet. Zuletzt hatte die Flugsicherung eine Sperre bis mindestens bis 8 Uhr ausgesprochen, die befürchtete Verlängerung blieb aber aus.
Auch in anderen europäischen Ländern ist das Flugverbot mittlerweile aufgehoben. In Großbritannien ging es schon am Dienstagabend um 23 Uhr (MESZ) wieder los. Einige wenige Einschränkungen werden aber gültig bleiben. Die zivile Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority (CAA) hob das Verbot nach einer "Neubewertung des Risikos" durch die Vulkanasche auf. Auf dem größten europäischen Drehkreuz in London-Heathrow war der Ansturm bereits in den frühen Morgenstunden groß.
- Fliegen trotz Sperre
Zwar ist der europäische Luftraum weitgehend gesperrt, aber erste Jets starten schon wieder. Die großen Verkehrsmaschinen fliegen nach Sicht – im unteren Luftraum, in dem normalerweise nur kleine Propellerflugzeuge unterwegs sind. Die Flugzeugführer sind dabei wie im Straßenverkehr nach dem Prinzip "Sehen und Gesehen werden" in geringen Höhen unterwegs. Es sind auch bestimmte Ausweichregeln vorgeschrieben.
- Prinzip Sichtflug
Grundprinzip des Sichtfluges ist es, dass der Pilot genügend Sicht nach draußen hat – Flüge in Wolken wären also verboten. Unabhängig von Lotsenanweisungen ist der Pilot für die Sicherheit von Maschine und Passagieren verantwortlich. Er muss Mindestabstände zu anderen Flugzeugen und den Wolken einhalten, kann sich aber auf Funkfeuer oder Satelliten-Navigationsinstrumente stützen.
- Radarlotsen
Nach der englischen Bezeichnung Visual Flight Rules (VFR – Sichtflugregeln) sprechen die Piloten von VFR-Flügen. Anders als bei Instrumentenflügen – den sogenannten IFR-Flügen (Instrumental Flight Rules/IFR) – sind sie nicht anmeldepflichtig. Die angekündigten Lufthansa-Flüge sollen allerdings als "kontrollierte Sichtflüge" (CVFR) durchgeführt werden. Dabei unterstützen Radarlotsen die "auf Sicht" fliegenden Piloten durch Anweisungen und Verkehrshinweise.
- Luftkorridore
Im Sichtflug können wesentlich weniger Flugzeuge gleichzeitig unterwegs sein als unter Kontrolle der Flugsicherung, die sie staffelt und in Luftkorridore einreiht. Zudem verbrauchen die Jets im unteren Luftraum weitaus mehr Kerosin als in den großen Höhen, da die Luftdichte von unten nach oben abnimmt. Die Luft wird in großer Höhe also dünner, der Luftwiderstand ist damit auch geringer. Vor der deutschen Wiedervereinigung flogen die Jets in den Luftkorridoren nach West-Berlin ebenfalls auf Sicht in einer Höhe von 3000 Metern – die Höhe war damals noch zur Zeit der Propellerflugzeuge im Luftverkehr festgelegt worden.
Insgesamt durften Großflugzeuge am Dienstag über Europa in rund drei Vierteln des Luftraums wieder starten und landen. In Deutschland waren am Dienstag bereits fast 800 Flugzeuge mit Zehntausenden Passagieren unterwegs.
Die Airlines flogen in erster Linie in den Ferienorten gestrandete Urlauber nach Hause. Möglich machte dies die Sonderregelung, wonach Piloten ihre Maschinen trotz Verbots auf eigene Verantwortung und nach Sicht steuern können. Sie fliegen dabei auch durch die Luftschichten mit Asche und nicht darunter hinweg.
Kritik wegen der Ausnahmeregelung ernteten Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und die DFS von der Pilotenvereinigung Cockpit. Deren Vorstandsmitglied Jörg Handwerg sprach im Deutschlandfunk von einer "juristischen Winkelkonstruktion". An der wissenschaftlichen Einschätzung der Gefahr durch die Asche habe sich nichts geändert.
Der Betreiber des Flughafens in Frankfurt am Main, Fraport, rechnete mit einer schnellen Ausweitung des Betriebs. Am Dienstag waren 265 Maschinen auf dem größten deutschen Airport gestartet oder gelandet. Etwas schleppend lief der Flugverkehr in München an. Nach Angaben eines Sprechers waren am Dienstag nur 223 Flüge abgewickelt worden. Das entspreche rund 22 Prozent eines normalen Flugtages.
Wegen der über Europa hängenden Aschewolke des Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher war der deutsche Luftraum seit Ende der vorigen Woche größtenteils gesperrt.
- Datum 21.04.2010 - 11:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 7
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zu Ende, darf auch wieder geflogen werden.
Schön!
Warum nennen Sie nicht mal Belege für Ihre Verschwörungstheorien, die über die zeitliche Koinzidenz hinausgehen? Zumal das NATO-Manöver bereits am 12.4. anfing und bis morgen gehen soll. Zumal frühere NATO-Manöver auch keine Luftraumsperrungen zur Folge hatten. Zumal (zumindest nach offiziellen Angaben; wenn Sie bessere Quellen haben, nennen Sie sie) gerade einmal ca. 60 Flugzeuge in einem begrenzten Luftraum daran teilnahmen. Zumal anscheinend auch das Manöver betroffen war: http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKINzEwNwdJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQDEOcG1/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfNDA3Nw!!?yw_contentURL=/01DB060000000001/W284N92N659INFODE/content.jsp. Zumal der Vulkan wirklich Asche ausstößt, die nach Südosten getragen wird (wenn Sie einen Beleg für das Gegenteil haben, nennen Sie ihn).
Alles andere ist bloßes Herumspekulieren und wird auf permanentes Wiederholen und simple Verweise auf vermeintlich "gleichgeschaltete" Medien o.ä. ohne Gegenbelege nicht glaubwürdiger.
Warum nennen Sie nicht mal Belege für Ihre Verschwörungstheorien, die über die zeitliche Koinzidenz hinausgehen? Zumal das NATO-Manöver bereits am 12.4. anfing und bis morgen gehen soll. Zumal frühere NATO-Manöver auch keine Luftraumsperrungen zur Folge hatten. Zumal (zumindest nach offiziellen Angaben; wenn Sie bessere Quellen haben, nennen Sie sie) gerade einmal ca. 60 Flugzeuge in einem begrenzten Luftraum daran teilnahmen. Zumal anscheinend auch das Manöver betroffen war: http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKINzEwNwdJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQDEOcG1/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfNDA3Nw!!?yw_contentURL=/01DB060000000001/W284N92N659INFODE/content.jsp. Zumal der Vulkan wirklich Asche ausstößt, die nach Südosten getragen wird (wenn Sie einen Beleg für das Gegenteil haben, nennen Sie ihn).
Alles andere ist bloßes Herumspekulieren und wird auf permanentes Wiederholen und simple Verweise auf vermeintlich "gleichgeschaltete" Medien o.ä. ohne Gegenbelege nicht glaubwürdiger.
die Umwelt wird es genossen haben. Bin mal gespannt, ob es irgendwann Auswertungen darüber geben wird, was das Flugverbot für einen Effekt auf die Umwelt hatte.
Warum nennen Sie nicht mal Belege für Ihre Verschwörungstheorien, die über die zeitliche Koinzidenz hinausgehen? Zumal das NATO-Manöver bereits am 12.4. anfing und bis morgen gehen soll. Zumal frühere NATO-Manöver auch keine Luftraumsperrungen zur Folge hatten. Zumal (zumindest nach offiziellen Angaben; wenn Sie bessere Quellen haben, nennen Sie sie) gerade einmal ca. 60 Flugzeuge in einem begrenzten Luftraum daran teilnahmen. Zumal anscheinend auch das Manöver betroffen war: http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKINzEwNwdJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQDEOcG1/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfNDA3Nw!!?yw_contentURL=/01DB060000000001/W284N92N659INFODE/content.jsp. Zumal der Vulkan wirklich Asche ausstößt, die nach Südosten getragen wird (wenn Sie einen Beleg für das Gegenteil haben, nennen Sie ihn).
Alles andere ist bloßes Herumspekulieren und wird auf permanentes Wiederholen und simple Verweise auf vermeintlich "gleichgeschaltete" Medien o.ä. ohne Gegenbelege nicht glaubwürdiger.
…ein wenig in seinen Spekulationen und Verschwörungen herumwühlen. Wenn die Welt in der Realität so furchtbar langweilig und banal ist, muss eben ein wenig Würze rein. Man nehme ein bisschen Nato-Verschwörung, gebe eine kräftigen Schuss Medien-Gleichschaltung dazu und schmecke das Ganze schön mit Geheimbund und Mafia oder so ab. Ahhh – das erst ergibt ein wohliges Gruseln und eine prächtige Gänsehaut. Immerzu nur Stieg Larson oder Jerome Delafosse ist öd. Und schließlich will man der Öffentlichkeit das selbst gebackene Grausen nicht vorenthalten. Erst ein gemeinsames Frösteln ist ein richtiges Frösteln.
…ein wenig in seinen Spekulationen und Verschwörungen herumwühlen. Wenn die Welt in der Realität so furchtbar langweilig und banal ist, muss eben ein wenig Würze rein. Man nehme ein bisschen Nato-Verschwörung, gebe eine kräftigen Schuss Medien-Gleichschaltung dazu und schmecke das Ganze schön mit Geheimbund und Mafia oder so ab. Ahhh – das erst ergibt ein wohliges Gruseln und eine prächtige Gänsehaut. Immerzu nur Stieg Larson oder Jerome Delafosse ist öd. Und schließlich will man der Öffentlichkeit das selbst gebackene Grausen nicht vorenthalten. Erst ein gemeinsames Frösteln ist ein richtiges Frösteln.
Niki Lauda führte ein ziemlich interessanten Fakt bei der Diskussion am runden Tisch im ORF an. Er wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit wenn der Ätna (welcher der größte und aktivste Vulkan mitten auf dem europäischen Festland ist) Asche gespuckt hatte, es zu keinen großräumigen Flugverboten kam. Die Piloten wurden einfach gefragt, ob sie unter oder über die Wolke fliegen wollen.
Wo ist der Unterschied zwischen den beiden Vulkanen bzw. wieso werden sie unterschiedlich eingeschätzt?
zu der NATO-Übung: Nach dem Link von Mr. Mo (hier die deutsche Version: http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKINzEwNwdJgjnuXs76kQjhoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQDEOcG1/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfMjBfNDA3Nw!!?yw_contentURL=/01DB060000000001/W284P868689INFODE/content.jsp) beschränkt sich die Meldung über gestrichene Flugmanöver nur auf den 20. April. Die Frage ist nun, wie sahen es an den Tagen davor aus, wo in Europa schon längst das Flug-Chaos herrschte?
...lässt sich genau so schwer beweisen, wie die meisten anderen Verschwörungstheorien auch ; )
In einer englichen Zeitung wird von einer "Katastrophe nationalen Ausmaßes" gesprochen. Ich glaube nicht, dass in Deutschland mehr als 1 oder 2% der Bevölkerung direkt betroffen sind. Ob der Verzicht auf einige tropische Früchte oder exotische Blumen, auf den Wochenendtrip in die Finca auf Mallorca oder die Londonreise der Bonus-Banker wirklich als katastrophal bezeichnet werden müssen?
Ich würde mir wünschen, dass die Medien mit vergleichbarem Engagement über die von Luftverkehr verursachten Umweltbelastungen und die Möglichkeiten ihrer Reduzierung berichteten.
…ein wenig in seinen Spekulationen und Verschwörungen herumwühlen. Wenn die Welt in der Realität so furchtbar langweilig und banal ist, muss eben ein wenig Würze rein. Man nehme ein bisschen Nato-Verschwörung, gebe eine kräftigen Schuss Medien-Gleichschaltung dazu und schmecke das Ganze schön mit Geheimbund und Mafia oder so ab. Ahhh – das erst ergibt ein wohliges Gruseln und eine prächtige Gänsehaut. Immerzu nur Stieg Larson oder Jerome Delafosse ist öd. Und schließlich will man der Öffentlichkeit das selbst gebackene Grausen nicht vorenthalten. Erst ein gemeinsames Frösteln ist ein richtiges Frösteln.
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