Flugreisen Flüssigkeiten dürfen wieder mit an Bord
Ab 2013 dürfen Passagiere in der EU wieder Flüssigkeiten ins Flugzeug mitnehmen. Die einzelnen Flughäfen können die bestehenden Beschränkungen sogar schon früher kippen.
© Frank May dpa/lhe

Die Einschränkungen gelten nur noch bis 2013
Spätestens in drei Jahren dürfen Fluggäste in der EU wieder Flüssigkeiten auch in großen Flaschen und Behältern mit an Bord nehmen. Ende April 2013 endeten die Einschränkungen, die wegen der Gefahr von Terroranschlägen eingeführt worden waren, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Ob die Verbote schon vorher wegfallen, hänge von den einzelnen Flughäfen ab, sagte eine Sprecherin des Verkehrskommissars Siim Kallas. Diese müssten dann jedoch schon früher Geräte in Einsatz haben, mit denen sie die Flüssigkeiten durchleuchten.
Aktuell dürfen Fluggäste lediglich Flüssigkeiten in Behältern bis 100 Millilitern im Handgepäck mitführen. Diese müssen außerdem in transparenten Plastikbeuteln verpackt sein. Das schließt Getränke, Medikamente und Kosmetika wie Haargel und Zahnpasta ein. Ausgenommen sind Waren, die nach der Sicherheitskontrolle im Duty-Free-Shop gekauft werden – jedoch nur auf Flughäfen der EU und einigen wenigen anderen Ländern. Diese Ausnahme wird bis spätestens Ende April 2011 auf Flughäfen in allen Drittländern ausgeweitet, erklärte die Kommission.
Nach dem Willen der Kommission sollen zudem Passagiere, die aus Drittländern kommen, beim Umsteigen auf EU-Flughäfen nicht noch einmal langwierig kontrolliert werden. Um hohe Sicherheitsstandards an den Abflugorten zu gewährleisten, werde die Kommission in Kürze Verhandlungen mit Drittländern aufnehmen, hieß es.
Die Kommission hatte im Herbst 2009 noch die Verlängerung der Einschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck bis 2014 vorgeschlagen. Grund sei, dass alternative Techniken zum Aufspüren gefährlicher Stoffe wie Sprengstoff noch nicht flächendeckend anwendungsreif seien, hieß es damals. In der Zwischenzeit einigte sich die Behörde mit den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament nun auf die neue Frist.
- Datum 29.04.2010 - 17:42 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
- Kommentare 8
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Ich hatte ein nettes Gespräch mit einer Person die ich nicht weiter nenne möchte - sie reiste durch 3 Flughäfen - durch 3 Sicherheitschecks...
Am Schlüsselring ein kleines Victorinox Taschenmesser - immer korrekt in die "Trays" (mir fehlt das deutsche Wort...) gelegt, es fiel keinem Sicherheitsbeamten auf...
Aber bei irgendeinem Haarzeug gab es Probleme...
Sicherheitsheck...
Bei meinem letzten Flug kam es mir vor als ob der Sicherheitsbeamte gar nicht auf den Monitor geschaut hat als meine Tasche durch den Röntgenapparat ging - vielleicht vertraut der Sicherheitsbeamte dem Computer - aber eigentlich ist der Bildschirm für eine Sichtkontrolle gedacht...
Klar - die Kontrollen abschaffen wäre keine gute Idee, aber der Sicherheitswahn der letzten Jahre ist einfach übertrieben - denn es ist nicht wirklich sicherer geworden.
was ist 2013 anders als heute oder gestern? Bedrohungslage beseitig? Bessere Scanner?
Ach, vielen dank an die Religion des Friedens für all die geliebten Checks. Sicherheit ist halt nicht umsonst.
2013 wird das ganze überflüssig, denn dann sind die Nacktscanner flächendeckend im Einsatz
2013 wird das ganze überflüssig, denn dann sind die Nacktscanner flächendeckend im Einsatz
Seit Einführung dieser absolut inkonsequenten Regelung von 2006 kommt kein Flugpassagier mit Flüssigkeits-Behältern von mehr als 100 Millilitern durch die Kontrollen; Security-Checks übrigens, die von - zumeist in Crash-Kursen - angelernten Menschen vorgenommen werden, die einen Stundenlohn von 7 bis 9 Euro haben - aber das ist eine ganz andere, ebenfalls skandalöse Geschichte.
Und selbst wer vor den Augen dieses Personals seine Wasserflasche halb leer trank, musste diese danach abgeben! (Wasser hinter der Kontrolle kostet übrigens 3,40 bis 3,90 Euro für 330 ml)
Menschen mit potenziell bösen Absichten indes konnten (und können) dann aber - keine zehn Meter weiter - im Flughafen-Shop fast beliebige Mengen an hochprozentigen Spirituosen und Duftwässerchen kaufen - und damit in den Flieger steigen. (Weiteres überlasse ich der Phantasie der Lesenden...)
Und nun also sollen sich alle Reisenden in Europa kundig machen, welcher Flughafen die neue, veränderte Regelung anwendet - und welcher nicht. Aber sicherlich wird die EU-Kommission in Brüssel nun hierfür - stets zu aktualisierende - Merkblätter herausgeben. Beamte wollen schließlich beschäftigt sein :-)
nach dem Flug aufgefallen, dass ich mein Jagdklappmesser, dass ich fürs mittägliche Brötchen gerne im Rucksack mitführe offensichtlich in demselben gelassen hatte. Durch zwei Kontrollen durch hätte ich das Ding mal gemütlich im Flieger auspacken sollen um das ausgeteilte Knautschbrötchen zu schneiden.. :)
2013 wird das ganze überflüssig, denn dann sind die Nacktscanner flächendeckend im Einsatz
Na da wird sich die Duty-Free Mafia nicht freuen :)
Leider kann man jetzt wieder Messer mit ins Flugzeug nehmen. Bis 5cm Klingenlänge glaube ich. Vorher musste man in München nur ein Steak beim Käfer Restaurant bestellen und dann das Steakmesser mitgehen lassen :)
Das mit den Kontrollen aus den Drittländern finde ich übrigens super. Die Mehrfachkontrollen waren einfach idiotisch. Wenn man aus Moskau kam, wurde man gründlichst mit Nackscanner und Metalldetector überprüft um dann in München oder Frankfurt wieder abgefummelt zu werden. Allerdings fällt dann in Zukunft die Spannung weg ob man seinen Anschlußflug noch bekommt oder nicht ......
... ein Witz und wirken bestenfalls gegen die allerdümmsten Terroristen.
Alle paar Wochen schmuggeln Reporter Waffen oder Bombenattrappen zum Teil vor den Augen des Sicherheitspersonals durch. Ganz zu schweigen davon, dass es im duty-free shop alles gibt, was man für ein paar Molotowcocktails braucht.
Und da reden wir noch gar nicht von Bomben, die sich im Körper befinden...
Oft liegt es auch am Sicherheitspersonal selbst, was nicht verwundert. Sind das doch keine hochbezahlten Spezialisten, sondern meist unterbezahlte und überarbeite Leute.
Aber nein, statt die offensichtlichen Sicherheitsprobleme anzugehen, wird lieber auf so einen Schrott wie die Nacktscanner gesetzt.
Dabei zeigen die Israelis, wie man es richtig macht...
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